Langer Feldzug, Schlacht von Varna, Schlacht auf dem Amselfeld

Symbolische Hinrichtung des János Hunyadi
Wladislaw
János Hunyadi 2.
Kriegszüge gegen die Türken
Hunyadis Balkanfeldzüge
Schlacht von Varna 1.
Langer Feldzug

Von Wladislaw I. organisierter Feldzug gegen die Osmanen, dessen Ziel es war, die Hauptstadt Drinopolis (heute Edirne) zu erobern. Das polnisch-ungarische Heer setzte sich am 22. Juli 1443 von Buda (Ofen) aus in Marsch. Nach dem Anschluß der Walachen hatte es eine Stärke von 35.000 Mann. Feldherr war der siebenbürgische Woiwode János Hunyadi. Die Truppen drangen im Morava-Tal vor, gewannen im Oktober bei Kruse eine Schlacht und besetzten Nisch sowie Sofia. Der anbrechende Winter erschwerte den Vormarsch, im Lager brach die Pferdepest aus. Am Slatica-Paß konnten sie die türkische Abwehr nicht durchbrechen, so daß sie den Rückzug antraten. Bei der anschließenden Verfolgung wurde das ungarische Heer von den osmanischen Truppen in zwei Schlachten geschlagen. Am 25. Januar 1445 kehrte es nach Belgrad zurück.

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Schlacht von Varna

Teil des von Wladislaw I. begonnenen Türkenkreuzzuges mit dem Ziel, die Balkanhalbinsel zu erobern. Am 22. September 1444 überschritten die polnisch-ungarischen Truppen bei Orschova die Grenze. Nach dem Anschluß der Walachen schwoll das Heer auf 20.000 Mann an. Am 16. Oktober nahmen sie die Burg Nikopolis und am 9. November Varna ein. Die an der Meerenge übersetzenden anatolischen Truppen vereinigten sich mit den rumelischen (europäischen), das etwa 50.000 Mann starke osmanische Heer wurde von Murad II. angeführt. Am 10. Oktober kam es zur Schlacht, die vom Morgen bis zum Abend dauerte. Anfangs war den christlichen Truppen Erfolg beschieden, doch nach dem Tod des ungarischen Königs siegten die Türken. Obwohl man die Besiegten nicht verfolgte, hatten die Christen viertausend Tote und ebenso viele Gefangene zu beklagen. Die Verluste der Osmanen waren noch größer.

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Schlacht auf dem Amselfeld

Entscheidungsschlacht des 1448 von János Hunyadi als Regent angestrengten Türkenfeldzuges, dessen Ziel es war, sich mit den Truppen des albanischen Skander Beg zu vereinigen und die Balkanhalbinsel zu erobern. Das gut ausgerüstete ungarisch-walachische Heer dürfte ca. 30.000 Mann stark gewesen sein. Am 28. September marschierte es von der Donau über Kruschewatz in Richtung Albanien. Sultan Murad II. war auf den Angriff vorbereitet und erwartete ihn mit einer 70-80.000 Mann starken Streitmacht. Am 16. Oktober trafen sie sich auf dem Amselfeld, wo János Hunyadi in der Frühe die Schlacht eröffnete. Bis zum Abend konnte jedoch keine Entscheidung herbeigeführt werden, und auch die nächtlichen Ausfälle blieben erfolglos. Am folgenden Tag gelang es der Reiterei nicht, die Linie der Janitscharen zu durchbrechen, die Christen verloren die Schlacht. Zahlreiche Vornehme fielen. Hinter eine Wagenburg zurückgezogen deckten die Fußtruppen den Rückzug, das osmanische Heer verfolgte die Besiegten nicht.

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