Collegium Christi, Ritterorden des hl. Georg

Gründungsbrief des St. Georgsordens
Hl. Georg-Skulptur 1
Visegrád - Palast 4
Collegium Christi

Ende des 14. Jahrhunderts, um 1391, rief der Erzdechant von Bars und Graner Domherr Johann Budai mit den Erträgen aus seinen vier Ofner Häusern eine Collegium Christi pauperum scolarium benannte Stiftung ins Leben, die dem Ziel diente, die Universitätsstudien der ärmeren Schüler der Graner Kapitelschule zu unterstützen. Selbst seine Domherren- und Erzdechantenkommenden belastete er zugunsten der Stiftung. 1399 bevollmächtigte Papst Bonifatius IX. den Propst zu Gran und Szenttamás, Stephan Csornai, die Statuten des Kollegiums zu überprüfen und zu bestätigen. Neben der Deckung der Kosten für Auslandsstudien vermittelte man den Schülern im Kollegium, auf den Unterricht der Kapitelschule aufbauend, eine umfassendere Bildung. Dazu verfügte die Einrichtung über eine eigene Bibliothek, deren Kodizi vom Beginn des 15. Jahrhunderts an erhalten sind. Aus den Nachlässen der Domherren kamen ständig neue Bücher hinzu. Nach der türkischen Eroberung Grans im Jahr 1543 verschwand die Bibliothek. Die Stiftung wurde 1526 der Wiener Universität und im Laufe des 17. Jahrhunderts der 1568 von Erzbischof Nikolaus Oláh gegründeten Stiftung angeschlossen.

KSZ


Ritterorden des hl. Georg

Von Karl I. 1326 gegründeter weltlicher Ritterorden. Der Gründungsbrief mit dem daran befestigten Siegel des Ordens blieb erhalten. Andere Angaben über sein Wirken gibt es nicht. Er diente vermutlich dem Zusammenhalt unter den Rittern des Königshofes. In vielen Zügen - auch der in Wahl des Schutzheiligen - ist er mit dem 1408 von Sigismund gegründeten Drachenorden verwandt.

GB