Abu-Hamid al Garnati, Idrisi, Beschreibung Osteuropas

Reise des Abu Hámid al-Garnáti
Weltkarte des Al-Idrisi
Europa im 11. Jahrhundert
Verbreitung des Christentums in Europa
Mongoleinfall in Osteuropa
Abu-Hamid al-Garnati

Arabischer Reisender (um 1080-1170). Zwischen 1131 und 1153 besuchte er einen großen Teil Osteuropas und faßte die Eindrücke seiner Reisen in zwei Arbeiten zusammen("Geschenk der Herzen und Buch der ausgewählten Wunder", "Bericht über einige Wunder der Länder des Westens"). In dem Bericht befaßt er sich eingehender mit Ungarn, das er Baschgird nennt, und schildert hauptsächlich die Lage der unter den Baschgirden (Ungarn) lebenden Muslime.

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Idrisi

Arabischer Geograph (Abu Abdallah Muhammad al-Idrisi) von der Insel Sizilien (1100-1165). Studierte in Cordoba und lebte dann am Hof des sizilianischen Normannenherrschers Roger II. Hier schuf er 1154 seine auf eine 3,5 x 1,5 m große Silberplatte gravierte Weltkarte, die 1160 unterging. Die der Weltkarte beigefügte Beschreibung ("Buch des sich nach einem Streifzug zu den Horizonten sehnenden Vergnügens") wurde in mehreren Handschriften überliefert; zu einer dieser Handschriften gehören 69 Kartenblätter. Die auf Ungarn bezogenen Informationen des Werkes stammen vermutlich von italienischen Kaufleuten, denn Idrisi selbst ist unseres Wissens nach nie in Ungarn gewesen.

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Beschreibung Osteuropas

Das 1308 entstandene Werk (Descriptio Europae Orientalis) informiert außer über Ungarn in erster Linie über die Verhältnisse auf der Balkanhalbinsel. Der Autor der Beschreibung ist unbekannt. Nach Annahme einzelner könnte er ein französischer Mönch gewesen sein. Andere wiederum vermuten, daß es sich um "Andreas von Ungarn" (Andreas Hungarus) handelt, der zuerst dem jüngeren König Stephan diente und danach in Frankreich und Italien tätig war.

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