Heilige

Die hl. Rechte 1
Legende vom hl. Emmerich 1
Legende vom hl. Gerhard
Sarkophag der hl. Elisabet
Die hl. Margarete
Der der Verehrung frühchristlicher Märtyrer entsprießende Heiligenkult des Mittelalters entfaltete sich um die Gestalt solcher Personen, von deren außergewöhnlichen Tugenden die zu ihren Lebzeiten und nach ihrem Tod mit ihnen oder durch sie geschehenen Wunder zeugen. Ursprünglich entwickelten sich die Kulte der als Schutzpatrone angesehenen Heiligen auf lokaler Ebene, aus der spontanen Verehrung durch das Volk, und mit Billigung der territorial zuständigen Bischöfe. Vom Ende des 11. Jahrhunderts an begann sich diese Praxis zu wandeln, mit Beginn des 13. Jahrhunderts wurden Heiligsprechungen zum auschließlichen Recht des Papsttums. Im arpadenzeitlichen Ungarn gesellte sich zu dem in den Ländern des lateinischen Christentums allgemein verbreiteten Heiligenkult noch die Verehrung der ungarischen Heiligen. Dies waren die ersten, 1083 geweihten Heiligen Ungarns (Stephan I., Herzog Emmerich, der Csanáder Bischof Gerhard sowie die Einsiedler Andreas und Benedikt), der 1192 kanonisierte König Ladislaus I. und die 1235 in Deutschland heiliggesprochene Tochter König Andreas II., Elisabet. Margarete, die Tochter Bélas IV., wurde zwar offiziell erst 1943 heiliggesprochen, doch der Kult um ihre Person begann sich schon kurz nach ihrem Tod (1270) zu entfalten.

AZS