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CÍMLAP
Alexandra Sütfeld
Die Entwicklung des ungarischen Mediensystems vor und nach der politischen Wende

INHALT, EINLEITUNG



Inhalt

Einleitung

Kap.1: Das Mediensystem von 1945 bis 1988
1.1: Geschichtlicher Überblick
1.2: Die offiziellen Medien
1: Printmedien
2: Rundfunk und Fernsehen
3: Publikum und Verbreitung der offiziellen Medien
1.3: Die Untergrundpresse
1.4: System der Zensur und Selbstzensur
1: Die theoretischen Grundlagen
2: Die rechtlichen Grundlagen
3: Lizensierung
4: Praxis der Kontrolle und Zensur
5: Wirksamkeit des Kontrollsystems

Kap.2: Die ökonomische Entwicklung der Medien nach der Wende
2.1: Gesetzliche Rahmenbedingungen für die Privatisierung
1: Die kommunistische Partei reformiert ihre Medienpolitik
2: Verhandlungen am "Runden Tisch"
3: Ein neues Pressegesetz - ja oder nein ?
2.2: Privatisierungen und Neugründungen bei den Printmedien
1: Die Privatisierung der überregionalen Tageszeitungen
2: Neugegründete Tageszeitungen
3: Die Privatisierung der Regionalzeitungen
4: Die ehemalige Untergrundpresse
5: Marktentwicklung bei den Printmedien
2.3: Die Entwicklung der elektronischen Medien
2.4: Pressekonzentration und Dominanz von ausländischem Kapital
1: Die Beteiligung von ausländischen Investoren
2: Die Beteiligung von einheimischen Verlegern

Kap.3: Die Medienpolitik der Regierung Antall
3.1: Die Medien im Wahlkampf
3.2: "Pressefreiheit" im Verständnis der ersten demokratisch
gewählten Regierung
3.3: Einflußnahme auf die Presse
3.4: Einflußnahme auf die elektronischen Medien
1: Der Streit um die Rundfunkprivatisierung und das neue
Mediengesetz
2: Die Intendanten im Kreuzfeuer
3: Auswirkungen auf das Programm
4: Auswirkungen auf die öffentliche Diskussion
3.5: Die Entwicklung seit 1994
1: Die Medienpolitik der Regierung Horn
2: Das neue Mediengesetz

Zusammenfassung und Fazit
Anhang
Literaturliste



Einleitung

Diese Arbeit befaßt sich mit der Entwicklung des ungarischen Mediensystems vor, während und nach der politischen Wende. Die Betonung liegt auf der "Entwicklung", denn bereits vor dem Umsturz der kommunistischen Einparteiendiktatur gab es - trotz relativ strenger Kontrollmechanismen - einen Wandel in den Medien.

Wie weit die Einführung demokratischer Werte von den Medien vorbereitet und mitgetragen wurde, soll im ersten Kapitel nachvollzogen werden. Die Kernfrage dabei lautet: Wie funktionierte das staatliche Kontrollsystem, und in welchen Bereichen konnten sich Ansätze von Pressefreiheit entwickeln? Gleichzeitig soll das Augenmerk auf organisatorische Strukturen des kommunistischen Mediensystems gelenkt werden, die bei der späteren Privatisierung überwunden werden mußten und möglicherweise Probleme hervorriefen.

Wie die Privatisierung der staatlichen Medien ab 1989 verlief und welche rechtlichen Grundlagen dafür geschaffen wurden, ist Thema des zweiten Kapitels. Dabei sollen mögliche Versäumnisse des Gesetzgebers erkannt und ihre Konsequenzen herausgestellt werden. Das Schicksal der ehemaligen Untergrundpresse ebenso wie der Erfolg oder Mißerfolg von neugegründeten Zeitungen wird berücksichtigt. Es wird die Frage aufgeworfen, wie weit die Konzentration im Medienbereich fortgeschritten ist und ob die ökonomische Entwicklung die Pressefreiheit einschränkt.

Die Medienpolitik der ersten demokratisch gewählten Regierung steht im Vordergrund des dritten Kapitels. Dieser Punkt ist besonders interessant, da der Umgang der Antall-Regierung mit den Medien zu heftigen Kontroversen in der ungarischen Öffentlichkeit geführt hat, die auch als "Medienkrieg" bekannt wurden. Ob die Ereignisse diesen Namen verdienen, soll untersucht werden.

Die Frage nach dem "wie" ist dabei wichtiger als die nach dem "warum", denn es ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich, festzustellen, ob die damalige Regierung der Presse berechtigterweise Parteilichkeit vorwarf oder nicht. Da Einschränkungen der Pressefreiheit, egal aus welchen Gründen sie vorgenommen werden, in einem demokratischen Staat ohnehin fehl am Platze sind, wäre der Beweis einer möglichen Berechtigung der Vorwürfe überflüssig. Hingegen wird untersucht, welche Arten der "neuen Zensur" auftraten und ob dabei "Traditionen" aus den 40 Jahren kommunistischer Herrschaft eine Rolle spielten.

Wenn in dieser Arbeit von Presse und Printmedien die Rede ist, sind in der Regel Tageszeitungen gemeint. Der Zeitschriftenmarkt wird nicht oder nur am Rande berücksichtigt, da er von Unterhaltungsmagazinen beherrscht ist und sich nicht so gut für eine Untersuchung eignet.

Die Arbeit deckt den Zeitraum von 1945 bis 1994 ab. Spätere Ereignisse und das neue Mediengesetz (verabschiedet 1996) werden in einem eigenen Abschnitt behandelt und fließen nicht in die Bewertung ein.


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