Tétel adatlapja
CÍMLAP
Mihály Vörösmarty
Gedichte

INHALT, EINLEITUNG



Inhalt

Einleitung
An Helvila
Haar, Mund, Auge
Bitterer Kelch
Napoleon
Traum und Wirklichkeit
Schön Ilonka
Mahnruf
Ins Gutenberg-Album
Eisenhütte
In das Stammbuch der Miß Pardoe
An Franz Liszt
Die lebende Statue
Der eine und die vielen
Ich zürne dir
An Laura
Träumerei
An die Sinnende
Peterlein
Schlechter Wein
Gedanken in der Bibliothek
Kampflied
Die Menschen
In ein Stammbuch
Vorwort
Das Leben des Menschen
Der alte Zigeuner
Dein Tag geht zur Neige (Fragment)
Monolog der Nacht
Zalans Flucht (Ausschnitt)



Einleitung

Im Geleitwort zu einem Bändchen, das den Dichter in etwa zwei Dutzend Gedichten vorstellt, ist es nicht möglich und auch nicht angebracht, ihn eingehend zu würdigen. Dazu reichte ein ganzer Band knapp aus. Hier beschränken wir uns darauf, die Lebenszeit, die Umwelt und die Hauptwerke des Dichters anzudeuten und begreiflich zu machen, warum er zu den Großen gehört. Mihály Vörösmarty, Sohn eines verarmten, als Gutsverwalter tätigen Adligen, lebte von 1800 bis 1855. Diese fünfundfünfzig Jahre schlossen die beschwingte Reformzeit (etwa von 1820 bis 1848), die Revolution, den Freiheitskampf und dessen Zusammenbruch (1849) ein. Danach lebte der Dichter nur noch wenige Jahre, zeitweilig geistig umnachtet, doch er vermochte in dieser Zeit zwei Gedichte, Vorwort und Der alte Zigeuner zu schreiben, die, besonders das letztere, unübertroffen sind - nicht nur in der ungarischen Literatur.

Man geht nicht fehl, wenn man Vörösmarty als den Dichter der Romantik bezeichnet. Der war er als Zeitgenosse von Byron, Victor Hugo, Mickiewicz und Puschkin, aber er war es auch aus freier Wahl, denn er betrachtete es als seine Lebensaufgabe, die Heldenepik, die ungarisch nicht erhalten blieb, neu zu schaffen. Ein durchaus romantisches Vorhaben. Dies gelang dem in vornehmen Häusern als Hauslehrer tätigen, Gedichte schreibenden und Jura studierenden Vörösmarty, als er 25jährig sein großes Heldenepos Zaláns Flucht schuf, eine Heroisierung der ungarischen Landnahme (896), durch das er landweit bekannt, ja berühmt wurde. Die zehn Gesänge des Epos in Hexametern sind meisterhaft aufgebaut und unvergleichlich stark in der Sprache. Zum Vorzug dieses Werkes gehört, daß es stark von Lyrik durchsetzt ist; nicht nur heldische Schlachten, sondern auch eine Liebesgeschichte gehören zum Inhalt.


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