Kuruze
Anfangs verwendete man den Begriff für die politisch Verfolgten, die nach Aufdeckung der Wesselényi-Verschwörung (1670) in Siebenbürgen oder im Gebiet jenseits der Theiß untertauchten. Später verstand man unter Kuruzen bewaffnete Soldaten, wie sie an der Seite von Imre Thököly kämpften, sich 1697 am Aufstand in der Weinbauregion Hegyalja beteiligten, und schließlich im Heer des Fürsten Ferenc Rákóczi II. am Freiheitskampf (1703-1711) teilnahmen. In der Mehrzahl waren das Bauern und Mitglieder des niederen Adelsstandes, die vom Militärdienst gelebt und infolge der Umorganisierung des Militärs der Grenzburgen (1670er Jahre) oder späteren Entlassungen (1690er Jahre) ihren Broterwerb verloren hatten.
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