Kollonich, Leopold von (26. Okt. 1631, Komarn - 20. Jan. 1707, Wien)
Sohn des königlichen Oberstallmeisters (1602-1608) und Hauptkapitäns der Bergbauregion (1604-1612) Siegfried von Kollonich. Leopold war im ausgehenden 17. Jahrhundert einer der einflußreichsten Wiener Politiker, Präsident der Ungarischen Kammer (1671-1684), Hauptkanzler (1695-1707), Ritter des Malteserordens, Kardinal, Erzbischof von Gran (1695-1707). In seiner Priesterlaufbahn stieg er bis zum bedeutendsten Amt der katholischen Kirche Ungarns auf. Eine der markantesten Gestalten des habsburgischen Absolutismus und der Gegenreformation. Er hatte großen Anteil an der Ausarbeitung der Pläne (1688-1689), auf deren Grundlage sich das von den Türken befreite Ungarn Anfang des 18. Jahrhunderts als Staat neu etablierte.
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