Militärgrenze
Neues Grenzschutzsystem gegen die Türken, das der Wiener Hofkriegsrat nach der Befreiung Ungarns von der Türkenherrschaft im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts im südlichen Grenzstreifen des Landes organisierte. Denn die wirksame Verteidigung der Grenzen gegenüber dem noch immer starken Osmanischen Reich war in diesem Jahrhundert noch ebenso notwendig. Zur großen Empörung der ungarischen Stände wurde die Verwaltung der alten Burgkomitate im Gebiet der Militärgrenze nicht wiederhergestellt und diese auch nicht aus der zurückeroberten ungarischen Hauptstadt, sondern ausschließlich aus Wien gelenkt, wobei man den ungarischen Ständen jegliche Einmischung verbot. Danach waren an den von der Adria bis nach Siebenbürgen reichenden Grenzabschnitten bei Karlowitz und Varasdin, im Banat sowie an den Flüssen Save, Donau, Theiß und Marosch nicht mehr die Soldaten der ungarischen Grenzburgen stationiert, sondern ständige deutsche Regimenter bzw. serbische Grenzwachen, denen man Land und Privilegien gegeben hatte. Diese Militärgrenze bestand bis 1881.
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