Eroberungsgebiet
Die von der Unrechtmäßigkeit bzw. Ungesetzlichkeit der türkischen Eroberung überzeugte zeitgenössische ungarische Auffassung bezeichnete sowohl das tatsächlich von den Türken besetzte Gebiet, als auch die hinter den ungarischen Burgen gelegenen, doppelt besteuerten Gebiete als Eroberungsgebiet. Der siebenbürgische Sprachgebrauch wich davon etwas ab. In Siebenbürgen nannte man letztere Teile das Eroberungsgebiet, während die besetzten Gebiete als "türkischer Boden" bezeichnet wurden. Die heutige Geschichtsschreibung verwendet die Bezeichnung Eroberungsgebiet mehr für die von den türkischen Burgen eingeschlossenen und von der türkischen Verwaltung kontrollierten Gebiete und erwähnt den auch an die Türken Steuern zahlenden ungarischen Gebietsstreifen als "Randgegenden des Eroberungsgebiets".
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