Ochsenbraten (signatura boum, consignatio boum)Eines der wichtigsten Privilegien des Szeklertums war die Steuerfreiheit. Als Gegenleistung mußten sie sich persönlich zum Kriegsdienst verpflichten. Anstelle von Steuern machten sie dem Herrscher "freiwillig und bereitwillig" ein Geschenk. Das war der Brauch des Ochsenbratens. Von jeweils vier Ochsen schuldeten sie dem König einen, und diese Tiere wurden zu besonderen Anlässen übergeben: Krönungen, Hochzeiten, Geburt eines Sohnes usw. Bei dieser Gelegenheit kennzeichnete man die Tiere mit den Anfangsbuchstaben des jeweiligen Stuhles (Verwaltungsbezirks), aus dem sie kamen. An der Wende des 15./16. Jahrhunderts trieb man bei solchen Anlässen etwa 36-40.000 Ochsen zusammen. 1555 fand das Ochsenbraten vielleicht zum letzten Mal statt, obgleich der Woiwode Mihai auch 1599 noch versuchte, auf dem Brauch zu bestehen. TO |