Erzherzog Ferdinand, später Ferdinand I. (10. März 1503, Alcala de Henares, Spanien - 25. Juli 1564, Wien)
Ab 1521 österreichischer Erzherzog, später König von Böhmen und Ungarn (1526-1564), nach Abdankung seines Bruders, Karls V., ab 1556 bis zu seinem Tode römisch-deutscher Kaiser. Ferdinand I. wuchs in Spanien auf und nahm 1521 gemäß dem 1515 geschlossenen Familienvertrag zwischen Habsburgern und Jagiellonen Anna von Jagello zur Frau. Im Dezember 1526 wählte man ihn zum König von Ungarn, mit der hl. Krone wurde er jedoch erst rund ein Jahr später, im November 1527, in Stuhlweißenburg gekrönt. Seine Herrschaft eröffnete in der Geschichte Ungarns ein neues Kapitel: den bis 1918 dauernden Zeitraum der Könige des Hauses Habsburg. Ganz konnte er sein ungarisches Königreich zwar nicht vor den Türken bewahren. Dennoch legte er während seiner Regierungszeit den Grundstock zu einem Grenzschutzsystem, das dem Ansturm der Türken hundertfünfzig Jahre hindurch widerstand, um die vollständige Besetzung Ungarns zu verhindern.
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