Szapolyai, János Zsigmond (7. Juli 1540, Ofen - 14. März 1571, Karlsburg)
Sohn des Königs János Szapolyai I. und der Isabella von Jagello, gewählter König Ungarns (János II.) und erster Fürst des sich verselbständigenden Siebenbürgens. Zum König wählte man ihn im Säuglingsalter, aber die Wahl bekräftigte nach der Einnahme Ofens im Jahr 1541 auch Sultan Suleiman I. Da die ungarische Hauptstadt jedoch von Türken besetzt war, beschränkte sich seine Herrschaft tatsächlich auf die östlichen Gebiete des Landes, und nach dem Fall von Temeschwar (1552) sowie seinem Zwangsaufenthalt in Polen (1552-1556) nur noch auf Siebenbürgen. In seiner Jugend regierte an seiner Stelle zunächst Frater Georg und dann seine Mutter. Nachdem die Habsburgherrschaft über Siebenbürgen (1552-1557) gescheitert war und die siebenbürgischen Stände ihn aufforderten, aus Polen zurückzukehren, ging der junge Herrscher daran, das Fürstentum zu einem souveränen Staat auszubauen. Und im 1570 geschlossenen Abkommen von Speyer wurde dieser Begriff zum ersten Mal formuliert.
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