Pforte
Verwaltungszentrum des türkischen Weltreichs war das zwischen 1465 und 1478 am schönsten Punkt Istambuls - auf einem Bergrat zwischen Goldenem Horn und Marmarameer - errichtete Serail, das man nach der alten Uferfestung Topkapi, d.h. "Kanonentor-Palast", nannte. Der Sultanspalast bestand aus mehreren Höfen. Durch das äußere Haupttor gelangte man in den "Außenhof", wo sich diejenigen aufhielten, die am Kaiserhof Außendienste versahen. In den zweiten "Inneren Hof" hatte nur Einlaß, wer im Palast etwas zu erledigen hatte. Hier fanden die feierlichen Zeremonien statt, hier befanden sich der Sitzungssaal des Diwan und die Schatzkammer, hier empfing man die ausländischen Gesandten. Hinter dem dritten, "Tor des Glücks" genannten Tor lagen ein dritter und vierter Hof, die "Inneren Gemächer" sowie der Harem. Hier durften sich nur der Sultan und seine Familie sowie deren Dienerschaft aufhalten. Nach dem Muster des Sultansrates und des Hofes war auch das System der Provinzregierungen (Beglerbeis oder Paschas) aufgebaut. Den Ofner Paschas standen ebenfalls ein Diwan und ebensolche Beamte zur Seite, wie dem Sultan.
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