Wiener Frieden
Der Friede kam am 23. Juni 1606 nach langen Verhandlungen zwischen den Vertretern des Fürsten István Bocskai und den Beauftragten des Kaisers und ungarischen Königs Rudolf II. zustande. Er stärkte die Positionen der ungarischen Stände wesentlich, indem er die freie Religionsausübung garantierte und ermöglichte, daß die Stände beim nächsten Landtag erneut einen Palatin wählen konnten (was 1608 geschah, Palatin wurde István Illésházy). Weiters garantierte er die Überführung der hl. Krone, als Symbol des Landes, nach Ungarn und sicherte zu, daß man die wichtigsten ungarländischen Ämter an Ungarn vergeben würde, daß die königlichen Freistädte ihre Privilegien behalten durften usw. Gleichzeitig erhielten Bocskai und dessen männliche Nachkommen Siebenbürgen und die dazugehörigen Teile sowie die Komitate Ugocsa, Bereg und Szatmár als lebenslangen Besitz. Daneben hielt der Vertrag fest, daß auch mit den Türken Frieden geschlossen werden müsse, was dann im November mit dem an der Zsitvamündung geschlossenen Frieden realisiert wurde.
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