Fiskalprozesse

Wappen von István Illésházi und Katalin Pálffy
Von der Hofkammer gegen die reichsten ungarländischen Großgrundbesitzer angestrengte konzeptionelle Prozesse, deren Ziel es war, die früher im Besitz des Fiskus befindlichen, später aber verschenkten Güter zurück zu beschaffen, um damit den Fiskus aus seiner peinlichen finanziellen Lage zu befreien. Der berüchtigteste Prozeß fand 1603 gegen den späteren Palatin István Illésházy statt, den man zur Rückgabe der ihm als Pfand übertragenen königlichen Freistädte Bösing und Modern zwingen wollte. Im Endergebnis brachten die Fiskalprozesse dem Hof infolge der ihretwegen ausbrechenden politischen Unruhen aber mehr Schaden als Nutzen.

GP