Nikolsburger Frieden

Bethlen, Gábor 1
Ferdinand II.
Der am 31. Dezember 1621 in der heute in Mähren gelegenen Stadt vom siebenbürgischen Fürsten Gábor Bethlen und von König Ferdinand II. unterzeichnete Vetrag wurde im Januar 1622 von beiden Seiten ratifiziert. Bethlen, den die ungarischen Stände im August 1620 auf dem Neusohler Landtag zum ungarischen König gewählt hatten, verzichtete im Sinne des Vertrages auf das ungarische Königtum und verpflichtete sich zur Rückgabe der hl. Krone. Dafür bekam er als persönliche Entschädigung die Herzogtümer Oppeln und Ratibor in Schlesien sowie die sog. sieben ungarländischen Komitate (Szatmár, Szabolcs, Bereg, Ugocsa, Zemplén, Abaúj, Borsod) auf Lebenszeit. Ferdinand II. hatte laut Vertrag den Fürsten mit jährlich 50.000 Forint zu unterstützen, die zur Unterhaltung der Grenzburgen in den genannten Komitaten beitragen sollten.

GP