Linzer Frieden

Friedensvertrag zwischen dem siebenbürgischen Fürsten György Rákóczi I. und König Ferdinand III., dessen Dokumente die Abgesandten beider Seiten am 16. Dezember 1645 in Linz austauschten. Der Vertrag wiederholte viele Passagen des Nikolsburger Friedens von 1621-1622. Ähnlich wie Bethlen erhielt auch Rákóczi auf Lebenszeit die sieben ungarländischen Komitate (Szatmár, Szabolcs, Bereg, Ugocsa, Zemplén, Abaúj, Borsod), dazu noch Tokaj, Regéc, Tarcal und die Burg Ecsed. Desweiteren sollten seine Söhne die Komitate Szabolcs und Szatmár ebenfalls auf Lebenszeit erben. Im Gegenzug verpflichtete sich der Fürst, sein Bündnis mit Frankreich und Schweden aufzulösen, sein Heer in die genannten Komitate bzw. nach Siebenbürgen zurückzuziehen und sich nie wieder in die Angelegenheiten des Königreichs einzumischen. Darüber hinaus garantierte er den ungarischen Ständen freie Religionsuasübung sowie die Einberufung des Landtages innerhalb von drei Monaten.

GP