Wachttürme
Im 16.-17. Jahrhundert bildete sich zwischen dem Osmanischen und dem Habsburgreich im Gebiet Ungarns kein Grenzstreifen im heutigen, modernen Sinne heraus, sondern die Kette der Grenzburgen bestimmte den sich ständig verändernden Grenzverlauf. Doch da es den umherstreifenden Soldaten des Gegners ein leichtes war, das Gebiet zwischen den größeren Festungen zu durchqueren, errichteten sowohl die Ungarn, als auch die Türken zwischen den Grenzburgen bzw. in deren Umkreis in bestimmten Abständen kleinere Wachttürme und Schilderhäuser. In diesen postierte man maximal einige Dutzend, oftmals nur 5-10 Wachen, deren Aufgabe es war, gegnerische Einfälle zu signalisieren, d.h. die Garnisonen größerer Burgen durch berittene Kuriere oder Kanonenschüsse zu alarmieren.
GP |
|