Eigenheer
Vermögendere Grundherren hielten sich aus den Einkünften ihrer Güter ein Eigenheer, deren Befehlshaber sie selber und deren Offiziere Angehörige des niederen Adelsstandes (Familiaris) waren. Im Ungarn des 16.-17. Jahrhunderts besaßen die Familien Batthyány, Zrínyi, Esterházy, Thurzó usw. solche maximal ein- bis zweitausend Mann starken Eigenheere. Besonders im 17. Jahrhundert, als die Zahl der königlichen Besatzungen in den Grenzburgen stark zurückging, kam diesen Eigenheeren bei der Verteidigung gegen türkische Überfälle eine bedeutende Rolle zu. Im gleichen Zeitraum verfügten aber auch die mächtigeren Paschas und Beis der Gegenseite schon über kleinere oder größere Eigenverbände.
GP |
|