Eisenburger Frieden
Widersprüchlichster Friedensvertrag unserer türkenzeitlichen Geschichte, der schon unter den Zeitgenossen große Empörung auslöste und allgemein als schmachvoll bezeichnet wurde. Am 10. August 1664 in Eisenburg im Namen Kaiser Leopolds I. von dem Gesandten Simon Reniger und den Bevollmächtigten des türkischen Großwesirs Ahmed Köprülü unterzeichnet. Der Vertrag begünstigte die türkische Seite, obwohl Miklós Zrínyi seinen Winterfeldzug als Erfolg gegen die Türken verbuchen konnte und Raimundo Montecuccoli mit seinen Truppen die Hauptstreitmacht des Großwesirs am 1. August bei Szentgotthárd besiegt hatte. Damit konnte der Sultan die beiden in den vergangenen Jahren eroberten wichtigen Grenzburgen Wardein (1660) und Neuhäusel (1663) behalten und auch die Burg Új-Zrínyivár blieb in türkischer Hand. Gleichzeitig mußte sich die kaiserliche Seite verpflichten, die Burg Székelyhíd bei Wardein zu schleifen und ihre Truppen aus dem Fürstentum Siebenbürgen abzuziehen, womit anerkannt wurde, daß Siebenbürgen unter türkischer Oberhoheit stehendes Gebiet ist.
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