Absolutismus, absolute Monarchie
Staatsform, in der der Monarch nach Alleinherschaft strebt, um die Rechte der opponierenden Stände so weit wie möglich einzuschränken. Die Bezeichnung stammt von dem lateinischen Begriff absolutus, d.h. uneingeschränkt. In den westeuropäischen Staaten, die hinsichtlich der bürgerlichen bzw. ökonomischen Entwicklung einen Vorsprung hatten, versuchten die Monarchen, ihre absolutistische Macht gestützt auf das erstarkende Bürgertum auszubauen. Deren wichtigste Grundlagen waren der eigene Verwaltungsapparat und das stehende Heer. In Mitteleuropa erwies sich dies als wesentlich schwieriger, da die Entwicklung des Bürgertums hier weit hinter der des westlichen zurücklag. Zentralisationsbestrebungen, die Schaffung eines zentralen Verwaltungsapparats und ständigen Söldnerheeres kennzeichneten im 16.-17. Jahrhundert aber auch die Anstrengungen des habsburgische Absolutismus in Ungarn. Allerdings hatten die ungarischen Stände mit der Möglichkeit, auf die Seite der Türken, d.h. der siebenbürgischen Fürsten, überzuwechseln, eine gefährliche Gegenwaffe in der Hand.
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