Tétel adatlapja

CÍMLAP

Karcagi Katalin

Wunde Wurzeln

INHALTSVERZEICHNIS, KLAPPENTEXT



Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kurze Vorstellung der Interviewpartner

Ronnie Golz:
"Die Juden haben eine besondere Identität in der deutschen Gesellschaft, denn sie haben eine andere Geschichte in den Knochen"

Shlomo Tichauer:
"Ein Opfer denkt eben anders, als ein Verfolger und selbst die Nachkommen haben Schwierigkeiten"

M. M.:
"Ich denke, mit der Erinnerung geht man in Deutschland verkrampft um"

Dorit Schnapp:
"Ich fühle mich wohl hier, aber Deutschland ist nicht meine Heimat"

Erica Fischer:
"Ich habe nie Zugehörigkeit erlebt"

Israela Jones:
"Wenn ich den Satz: »Ich kann nichts dafür« höre, werde ich sehr traurig"

Gabriel Heimler:
"Ich wünschte, nach Deutschland zu kommen, um ein Mensch werden zu können, ich wollte nicht mehr Angst haben"

Gaby Nonhoff:
"Erst als ich mich endgültig dafür entschied, in Deutschland zu bleiben, fing ich an, die Traditionen richtig zu leben"

Toby Axelrod:
"Eine Normalisierung wird nur eintreten, wenn es nicht mehr wichtig ist, was man ist, Christ, Jude oder Moslem oder ganz was anderes"

Ruth Fruchtman:
"Alle Deutsche haben Probleme mit der Vergangenheit, denke ich"

Heidi Stern:
"Die Bemerkung, die ich oft höre: »Was erwartest du schon von Deutschen?« finde ich falsch"

Andrew Roth:
"Als Jude in Deutschland zu leben war und bleibt immer interessant und ein wenig bedenklich"

Adriana Marin Grez:
"Die dritte Generation lebt und arbeitet für ein lebendiges jüdisches Leben heute und in der Zukunft"

Raymond Wolff:
"Direkt wurde ich sehr selten mit dem Jüdischsein konfrontiert, aber Leute benehmen sich anders gegenüber jüdischen Menschen"

A. S.:
"Natürlich muss man gerade in Deutschland den Holocaust in die Betrachtung der gesellschaftlichen Entwicklung miteinbeziehen, aber Politik sollte damit nicht getrieben werden"

A. B.:
"Deutschland hat die demokratischen Institutionen fest verankert, trotzdem gibt es destabilisierende Elemente, die mich beunruhigen"

Shelly Kupferberg:
"Diese Einstellung, in einem Land zu leben, aber sich bewusst von der Umgebung abzugrenzen, fand ich schlecht..."

Glossar


Klappentext

Die Autorin:

Katalin Karcagi wurde 1955 in Budapest geboren, studierte Kulturwissenschaften, Medienforschung und Germanistik. Arbeitete 17 Jahre als außenpolitische Redakteurin und Ressortleiterin von "Magyar Hírlap", einer der renommierten Tageszeitungen Ungarns. Schwerpunkte: Fragen der europäischen Integration, Verflechtung von Geschichte und Gegenwart in der Politik. Sie lebt als freie Journalistin in Budapest.

Das Buch:

Können sich Kinder und Enkelkinder von Verfolgten Deutschland zugehörig fühlen? Zweite- und Dritte Generation-Juden, die aus dem Westen nach Deutschland kamen, erzählen ihre Lebensgeschichten. Sie haben zum Teil deutsche Wurzeln oder eine andere Verknüpfung mit Deutschland. Was hat die Rückkehrer getrieben und wie nehmen sie sich und ihre Umgebung heute wahr? Wie sind sie mit den inneren Zerreißproben fertig geworden?

Warum gibt es immer noch die Gegenüberstellung - "Wir Juden", und "Sie, die Deutschen?" Besteht die Chance, dass Bedenken und Ängste auf der einen und Beklemmungen auf der anderen Seite je überwunden werden? Das Buch sucht nach Antworten.


×