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CÍMLAP

Kinderliteratur im Fremdsprachenunterricht

INHALTSVERZEICHNIS, VORWORT



Inhaltsverzeichnis - Contents

I. Teil

Vorwort EDIT BODÓ: Die Perspektiven des Sprachunterrichts angesichts des Beitritts zu der EU
EMER O'SULLIVAN: Einführung in die Arbeitsfelder der kinderliterarischen Komparatistik
SAROLTA LIPÓCZI: Zu den Entwicklungstendenzen der deutschen und ungarischen Kinder- und Jugendliteratur nach 1968 im Vergleich
CHRISTEL KRAUß: Attraktivität durch Multifunktionalität - Der literarische Text im Fremdsprachenunterricht DaF
RÉKA DANKÓ-KOVÁCS: Mädchen- und Frauengestalten in den Werken von Renate Welsh
HAJNA STOYAN: Zu Josef Guggenmos' Kinderlyrik
MAGDOLNA PALLA-SZÉNÁSI: Zur Subjektivität der Rezeption H. C. Andersen Die Prinzessin auf der Erbse
MÁRTA S. RÁBAI: Lernziele im Fremdsprachenunterricht; Vielfalt und Verschiedenheit in der Landeskunde Methodische Überlegungen an einem konkreten Beispiel
KASPAR H. SPINNER: Produktive Verfahren, gezeigt an Neuerscheinungen der Kinderliteratur
HELMUT HOFMANN: Literarische Texte als Sprech- und Schreibanlass
BATÁRI ILONA: Möglichkeiten der Differenzierung im Fremdsprachenunterricht anhand eines Bilderbuches - Workshopbericht
DIETMAR RÖSLER: Handlungs- und produktionsorientiertes Arbeiten mit Kinderliteratur Bericht über einen Workshop
TERÉZ RADVAI: Die Wege des autonomen Lernens im Kinderliteraturunterricht

II. part

Introduction
GABRIELLA SZUCHY: Language Teaching with Prospect to Our Joining the EU. Functional Foreign Language Illiteracy. Will We Ever Be Able to Pass It by?
ZSUZSANNA AGÁRDI: Cross-Curricular Aspects and Their Use in Language Teaching
ADRIENN BURKUS, ANIKÓ HORVÁTH, KATALIN KOZMA, JUDIT PERNECKER: A Journey to Monsterland
TAMÁS FARCZÁDI-BENCZE: Is It Work? Can Literature Represent the Content of Language Teaching?
STEVE JONES: Singlish
JUDIT KOVÁCS, ÉVA TRENTIN-BENKŐ: An Interactive Approach to Teaching Children's Literature A 'Task-based Reader on Methodology and Children's Literature for Students of Primary Teacher Training'
JUDIT SÁROSDY: Teaching Holiday Vocabulary through Children's Literature
NOÉMI SCRIVENER: Kid's Lit in Academia
MARGIT TARCSI: Mathematics through Children's Literature
ÉVA TOHOL: Poetry in EFL
ANDREA PAPP: Enid Blyton Despised by Critics, Loved by Children
JUDIT PAZONYÍ: Good Old Nostalgia or Does Children's Literature Exist
EMŐKE VINCZE: The Sorrowful Children

Die Autoren des Buches / The Authors of the Book


Vorwort

Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse einer von dem ungarischen Bildungsministerium, weiterhin vom Goethe-Institut und von Oxford-Press in Budapest geförderte internationale Tagung im Mai 2004, die als erste ihrer Art im ungarischen Sprachraum stattfand. Die Arbeitssprachen der Tagung waren Deutsch und Englisch.

Die mit einander eng verbundenen Schwerpunktthemen der Konferenz sind die kinderliterarische Komparatistik und die Rolle der Kinderliteratur im Fremdsprachenunterricht Deutsch. Die Plenarvorträge von Edit Bodó und Gabriella Szuchy untersuchen die Rolle des Fremdsprachenunterrichts angesichts des Beitritts zu der EU.

Die kinderliterarische Komparatistik ist ein neues Wissenschaftsgebiet, das sich seit den 1980-er Jahren in den westlichen Ländern entwickelte. Die damit verbundenen Vorträge von Emer O`Sullivan, einer der Begründerinnen dieser Wissenschaftrichtung, schildern die bisherigen Ergebnisse der kinderliterarischen Komparatistik- Forschung. Über die in Ungarn keimenden komparatistischen Forschungen berichtet Sarolta Lipóczi im Vortrag über Tendenzen der deutschen und ungarischen Kinderliteratur nach 1968 im Vergleich.

Frau Christel Kraus analysiert in ihrem Beitrag die unterschiedlichen Funktionen der Literatur im Fremdsprachenunterricht, so u.a. die lerndidaktischen, erfahrungserweiternden, geselligen, entlastenden und nicht zuletzt ästhetisch genussbildenden. Sie betont, dass die erwähnten Funktionen auch in der Schulpraxis als Motor des FU-s gelten.

Auf einige der hier erwähnten vielschichtigen Funktionen des literarischen Textes weisen die Beiträge von Réka Dankó-Kovács und Hajna Stoyan über Autoren und Werke der zeitgenössischen deutschen und österreichischen Kinderliteratur der Gegenwart hin.

Die meisten Vorträge und zahlreichen Workshops präsentieren praktische Möglichkeiten für die Literaturverwendung in DaF. Hier möchte ich den Vortrag von Kaspar H. Spinner über Produktive Verfahren mit kinderliterarischen Texten auf Grund von Neuerscheinungen hervorheben, in dem wir über einige hervorragende deutschsprachige Kinderbücher der letzten fünf Jahre und über ihre produktiven Einsetzungsmöglichkeiten im Fremdsprachenunterricht hörten.

Über eigene Erfahrungen mit kinderliterarischen Texten in DaF berichten überzeugend die ungarischen Kollegen Márta Rábai und Magdolna Palla-Szénási.

Die auf der Konferenz parallel laufenden Workshops waren bei den Teilnehmern sehr beliebt. Hier möchte ich den vierstündigen Workshop mit Dietmar Rösler hervorheben, in dem wir die handlungs- und produktionsorientierten Arbeitsformen an Hand eines Bilderbuches ausprobiert haben.

Helmut Hofmann hat durch seinen Workshop Literarische Texte als Sprechund Schreibanlass im Deutschunterricht unterschiedliche Funktionen des literarischen Textes im FU und produktive Verfahren mit ihnen gezeigt und die Konferenz mit vielen in die Praxis umsetzbaren Ideen anhand von konkreten Beispielen bereichert.

Die ungarischen Kolleginnen Ilona Molnár-Batári, Mária Németh-Gálvölgyi und Teréz Radvai haben durch unterschiedlichen Themen: Möglichkeiten der Differenzierung im Fremdsprachenunterricht anhand eines Bilderbuches; Moderne Lieder im FU; Die Wege des autonomen Lernens und Lehrens im Kinderliteraturunterricht kreative Möglichkeiten und Gewinne der Arbeit mit kinderliterarischen Texten gezeigt. In den Workshops hat die Differenzierung die höchste Stufe erreicht; dort haben Universitätsprofessoren, Grundschullehrer und Studenten eifrig und mit großer Begeisterung zusammengearbeitet.

Die Konferenz war ein Forum des Meinungsaustausches von ausländischen und ungarischen Experten, praktizierenden Pädagogen und Studenten, das gewiss dazu beigetragen hat, dass sich eine neue Sichtweise des Fremdsprachenunterrichts in Ungarn herausbildet und in den ungarischen Schulen nicht mehr die theoretische Vermittlung der Grammatik und des Übersetzens, sondern ein produktiver, handlungsorientierter Fremdsprachenunterricht im Mittelpunkt des Lehr- und Lernprozesses steht.

Hiermit bedanken wir uns bei dem Bildungsministerium, das durch das Welt-Sprache-Projekt die Organisation dieser Konferenz ermöglicht hat, weiterhin bei dem Goethe-Institut und bei Oxford-Press in Budapest für die finanzielle und tatkräftige Unterstützung.

Für die Lektorierung der deutschsprachigen Texte bedanken wir uns beim Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur der Augsburger Universität, ganz besonders bei Frau Hannah Fürmaier.

Hajna Stoyan


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