
CÍMLAP
Nyíri Kristóf
Am Rande Europas
INHALT, KLAPPENTEXT
Inhalt
Vorwort
I. Der Mensch im österreichischen Denken. Konservative Theorie von Hofbauer zu Hayek
II. Ehrenfels und Masaryk: Überlegungen an der Peripherie der Geschichte
III. Liberale Ökonomie: Der Vater Wittgenstein
IV. Konservative Anthropologie: Der Sohn Wittgenstein
V. Lukács und Dostojewski
Anmerkungen
Bibliographie
Namenverzeichnis
Klappentext
Das Buch ist eine aus vorwiegend philosophiegeschichtlicher Sicht verfaßte Darstellung von Österreich zwischen Ost und West. Damit hat es jene eigentümlichen Verwandlungen und entscheidenden Ergänzungen zum Gegenstand, die gewisse philosophische Grundideen des westeuropäischen Gedankengutes im Habsburgerreich - an der östlichen Peripherie der neuzeitlichen wirtschaftlich-gesellschaftlichen Entwicklung - erfahren haben. Der Autor zeichnet ein umfassendes Bild der faszinierenden Geschichte, die von den Lehren des katholischen Heiligen Klemens Maria Hofbauer zum entheiligten - marktwirtschaftlich begründeten - Konservativismus eines F. A. von Hayek führt, und analysiert dabei ausführlich die Grundlagen und Eigenart des als durchaus eigenständig aufgefaßten österreichischen Denkens. Zu diesem Denken gehören auch die eigentümlich gefärbten liberalen Vorstellungen des Großindustriellen Karl Wittgenstein, denen hier ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Besonders eingehende Analysen gelten indessen dem Sohn Wittgensteins, dem Philosophen Ludwig Wittgenstein, bei dem die österreichische Herkunft - eine verhältnismäßige Distanz zur westeuropaischen Lebensform und politischen Einrichtung - bereits zu einer romantisch-messianistischen Negation aller westlichen Werte, allerdings aber auch zu einer gänzlich neuartigen konservativen Erkenntnistheorie von fundamentaler Bedeutung führt. Eher als eine Sackgasse werden dabei die messianistischen Entwürfe des sich vom Gestalttheoretiker zum Geschichtsphilosophen wandelnden Christian von Ehrenfels geschildert, wie auch - nach Ungarn blickend - die sich mit Dostojewski befassenden Schriften des jungen Georg Lukács.