
CÍMLAP
Bibliographie der in selbständigen Bänden erschienenen Werke der ungarischen Literatur in deutscher Übersetzung, 1774-1999
INHALT, VORWORT
Inhalt
Vorwort
Anleitung zur Benutzung der Bibliographie
Bibliographischer Teil
I. Anthologien
II. Einzelne Autoren
Namensverzeichnisse
I. Personenregister
II. Verlagsregister
Vorwort
Es ist eine unangenehme Notwendigkeit, daß Bibliographien regelmäßig
zusammengestellt werden müssen. Von der Notwendigkeit eines solchen
Unternehmens braucht man Philologen, aber auch dem alltäglichen Benutzer
von fachbezogenen Informationen wenig zu sagen. Ein Grund für die
Erstellung dieser Bibliographie liegt in der Tatsache, daß immer mehr
Information auf elektronischen Medien aufbewahrt und verbreitet wird,
wodurch das Wissen leichter und zugleich umständlicher zu erreichen
sein wird. Man sollte, bevor eine neue Ära beginnt (und die Széchényi
Landesbibliothek in Ungarn bietet seit 1987 einen online-Katalog an) eine
Bestandsaufnahme des bisher Erreichten aufstellen. Als Anlaß und als
Herausforderung kann - neben der neuen Jahrhundertwende - auch das sehr
gut dienen, daß Ungarn bei der Frankfurter Buchmesse 1999 als Gastland
auftreten darf. Rückblick und Zusammenfassung, aber auch Ermutigung und
Wegweisung können aus dieser Arbeit entnommen werden. In den zwei
Jahrhunderten der ungarisch-deutschen literarischen Beziehungen sind
nämlich sowohl quantitativ als auch qualitativ hervorragende Leistungen
entstanden, die wir heute nicht mehr alle kennen. Es wird erst von jetzt
an richtig möglich sein, die wahre Tragweite und Tiefe dieser Beziehungen
systematisch zu entdecken.
In den nahezu fünfzehn Jahren meiner "nicht-hauptberuflichen" Forschung der
ungarisch-deutschen literarischen Beziehungen sind die Materialien und die
Form der folgenden Bibliographie entstanden. Chronologische Aspekte,
inhaltliche Genauigkeit, eine möglichst breite und gleichzeitig kompakte
Form der Information wurden gleichermaßen angestrebt. Hilfe, Ermutigung
habe ich durch meine Umgebung und durch Menschen, die mir lieb sind ständig
erhalten, wofür ich aufrichtig und gerne mein Dank ausspreche, aber die
materielle Unterstützung meines Vorhabens blieb aus: deshalb wurde die
Form des Eigenverlags gewählt. Leider sind Ziel, Funktion und Inhalt der
Wissenschaft und des Publizierens meistens nicht mit Erwartungen des
Marktes oder mit den aktuellen wissenschaftspolitischen Bedingungen im
Einklang zu bringen. Ich hoffe trotzdem, daß mein Einsatz und meine Mühe
die Arbeit anderer und ihre Ergebnisse erleichtern kann.
Es ist mir durchaus bewußt, daß die unangenehmen Aspekte der philologisch-
bibliographischen Arbeit sich fast ausschließlich beim Autor versammeln,
denn keine Bibliographie ist vollständig (die Arbeit kann nur beendet,
jedoch nie abgeschlossen werden), und die Gattung der Bibliographie kann
technik- und menschenbedingt sowieso nie fehlerfrei sein. Besonders
ärgerliche, aber bisher unlösbare Probleme entstehen im Laufe einer solchen
Arbeit und ihrer Herstellung durch Tipp- und Druckfehler, durch Übernahme
von nicht korrekten oder widersprüchlichen Angaben aus der einschlägigen
früheren Literatur. Es entstehen aus den unterschiedlichsten Gründen
(Zeitmangel, materiell-finanzielle Engpässe, die "Einsiedlerhaftigkeit"
- und somit Anfälligkeit - der bibliographischen Forschung, gewaltige
geographische Zerstreutheit der zu untersuchenden Quellen, etc.), sowie aus
den bereits erwähnten übrigen Umständen, und schließlich aus der nur sehr
selten realisierbaren Aufnahme der Angaben direkt aus dem Buch selbst
gravierende Fehlerquellen. Diese Tatsachen machen eine jede Bibliographie
zu einem äußerst gewagten und in ihrer Brauchbarkeit zeitlich wohl
limitierten Werk, womit der Autor, aber auch wir alle leben müssen!
Ich hoffe, daß die riesigen Aufgaben, die die Untersuchung und Darstellung
der deutsch-ungarischen literarischen Kontakte und ganz speziell was die
Rezeption der ungarischen Literatur im deutschsprachigen Raum bedeuten, mit
dieser Bibliographie eine wichtige Stütze erhalten. Mir ist jedoch klar,
daß die in diese Bibliographie aufgenommene gewaltige Datenmenge, die
zeitliche und räumliche Spanne der Angaben, Autoren, Werke, Verlagsorte,
Verlage und vor allem eine überraschend große Anzahl von Übersetzern,
darunter zahlreiche Frauen, sowie die Register nur die Grundlagen für die
eigentlichen literatur- und kultursoziologischen Untersuchungen der
deutsch-ungarischen Kontakte darstellen, sie müssen auch die zukünftige
Forschung anregen.
Aus arbeitstechnischen Gründen habe ich mich bei der Erstellung dieser
Bibliographie hauptsächlich auf die Erschließung von älterem, schwerer
zugänglichen Material konzentriert. Die Aufnahme der neueren Literatur
bedeutete in dieser Konzeption den zweiten Schritt, der allerdings durch
die aktuelle Herausforderung der Frankfurter Buchmesse 1999 etwas kurz
geraten ist. Da die Publikationen der letzten beiden Jahrzehnte jedoch
einerseits in einem besonderen Katalog zur Frankfurter Buchmesse 1999
dargestellt werden und sie in verschiedenen online-Katalogen jederzeit
erreichbar sind, habe ich diesen Mangel meiner Publikation noch hinnehmen
können. Diesbezüglich bin ich auch zuversichtlich, denn die von mir
begangenen Fehler können von nun an eben leichter behoben werden. In
dieser Überzeugung empfehle ich meine Zusammenstellung dem Leser.