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Jókai Mór

Ein ungarischer Nabob

INHALT, VORWORT


Inhalt


ERSTER BAND
Vorwort des Uebersetzers
I. Zwei Sonderlinge aus dem Jahre 1822
II. Handel um die Haut eines noch lebenden Menschen
III. Am Grabe Rousseau's
IV. Die jungen Riesen
V. Die Laufbahn einer berühmten Künstlerin
VI. Die Theaterschlacht
VII. Chataquée

ZWEITER BAND
I. Der Pfingstkönig
II. 1825
III. Der Fluch einer Familie
IV. Der Versucher in der Kirche
V. Saldirt
VI. Der Namenstag der Nabob's

DRITTER BAND
I. Unvermuthete Wendung
II. Der Jäger in der Grube
III. Das Duell
IV. Eine vaterländische Institution
V. Arme Frau
VI. Die Freundin
VII. Das Fest

VIERTER BAND
I. Die Jagd
II. Qualen
III. Der Spion
IV. Außen Pracht innen Racht
V. Gefährliches Experiment
VI. Unangenehme Entdeckungen
VII. Kárpáthy Zoltán
VIII. Heimliche Besucher
IX. Das Testament
X. Abschied
XI. Das Urtheil der Welt



Vorwort

Der Dichter des vorliegenden Romans hat es für gut befunden, seinem Werke ein Nachwort beizufügen, in welchem er sich wegen mancher Mängel desselben rechtfertigt. Diese Mängel entspringen daraus, daß seine Dichtung ein Tendenzroman ist. Wir enthalten uns, diese Rechtfertigung des Dichters wiederzugeben, da sie eigentlich an die Leser des Originalwerkes gerichtet ist, und es dem Uebersetzer nicht obliegt, sich mit der Rechtfertigung, oder der Kritik des übersetzten Werkes abzugeben. Doch fühlen wir uns verpflichtet, dem deutschen Leser die Tendenz dieses Werkes zu bezeichnen. Eie geht dahin, dem Adel Ungarns, dem Hauptträger ungarischen Lebens den Weg vorzuzeichnen, den er in unserer Zeit zu gehen hat, und den er jetzt wirklich geht. Johann von Kárpáthy, der "Nabob", der Held dieses Romans, ist bei all seiner persönlichen Realität der Typus des ungarischen Adels, wie er gewesen ist. Er war reich, genußsüchtig, schwelgerisch, gedankenlos, und trug dennoch den bessern Kern in sich, der noch verwerthet werden sollte.

Ob der Dichter durch die Vermählung des alten "Nabob" mit dem tugendhaften Bürgermädchen die Verbindung des Adels mit bürgerlichen Tugenden symbolisch ausdrücken wollte, wissen wir nicht. Aber bei der Tendenz des ganzen Werkes liegt diese Deutung nahe.

Bei der Zeichnung der Umkehr, wie sie im ungarischen Adel im dritten Jahrzehend unseres Jahrhunderts vorgegangen ist, durften die Männer nicht unerwähnt bleiben, welchen diese Umkehr zum großen Theil zu verdanken ist; und deshalb begegnen wir hier einem Stephan Széchenyi, und einem Nikolaus Wesselényi, die jedoch der Dichter nur mit ihren Taufnamen anführt.

Ferner fügen wir als Erklärung noch hinzu, daß die Namen Csokonai, Bajza, Szenvey und Vörösmarty, die im ersten Theil vorkommen, und neben welchen die Nummern 1) und 3) stehen, verehrten Dichtern angehören; daß der "gelehrte Palótz" 2) eine zu seiner Zeit bestandene literarische Zeitschrift war, und daß die bei 4) genannten Namen ungarischen Aristokraten angehören, welche sich als Schriftsteller hervorgethan haben.

Indem wir noch hinzufügen, daß die meisten der in diesem Roman vorkommenden anekdotischen Züge der Wirklichkeit entlehnt sind, empfehlen wir den Dichter und sein Werk der deutschen Lesewelt.

Pest, im September 1856
Der Uebersetzer


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