Tétel adatlapja
VisszaCÍMLAP

Samuel Klein

Topscher gatscholper

INHALT, VORWORT


Inhalt


VORWORT
ORTHOGRAPHIE

LIEDER
O die varplitzta Lieb
As Hahmochen
A Trompler
Ach dos Mrintschel
Pain Grosschnaiden
Der Hohnäppel Strauch
Pain Lohn
As Haajer-Frichtel
Haajer-Lieb
Friss
Biër oaman Määdel
Pain Kronz
O die Pyrohi
As Laimertmochen
Gaschait-gaschaiter
Steffan, der Voter
Voter und Suhn
Jentschel und Siesel
Jentschel und Siesel zosoof
Mrintschels Bitte
Schussgesang
Tarara boom diay
As kleena Schischele

SAGEN UND MÄRCHEN
Die drai Tulippen
Die Venediger
Der Uerolta
As Peetler-Brennel
Die Selberzechen
Die Nooter von der Sott
Von Rääber Samel
Die gläser. Fraa en der Maron
As Määrchen v. Kobeläarch.
En Vloarensaifen
Die Winschelr. en der Topsc.
Die Grubenfee
Der Nooterhiebel

ERZÄHLUNGEN U. HUMORISTISCHE GEDICHTE
Der Bruder Mechel
Der Pleschko
Schloog of Schloog
Glick auf
Kriesel bell schlubern
As Richtersetzen en der Topscha
Die Zapperchen
Der Topscher Glockengiesser
As Rockenstiebel
Om Tschoolusch
As olta Aisen
A Topscher kimmt zoreck
Die oltfränkuscha Piep
Doss ich net loch
Der Jantschi Bruder
Kleinodien aus der Bruderl
En Goaten
Ober bos
As Kopanitzchen
As enagia Haus
Die Esther Schwester
Die Kiprina
Der Juschko u. die gläserna Fraa
As Gottsporoot
Die entbuazelta Tonn
Mai Piad
Die Eishöhl-Entdecker
Die Topscher grussen Hearen
Die Gilnetzer Glocken
As olta Topsch. Haajer-Haus
Oster-Moolain
Biër folten och die Hand
Pain easchten Plut

ANHANG



Vorwort

Glück auf! Auf die Jahrhunderte der Völkerwanderung, wo die Menschheit von einem unwiderstehlichem Drange ergriffen von Osten nach Westen strömte, folgte gleich dem Ab- und Zuströmen einer Welle von den Kreutzzügen angeregt die Gegenströmung von Westen nach Osten. Die ungarischen Könige, die Bedeutung dieser Völkerbewegung für ihr Land erfassend, leiteten zum grossen Segen des Landes diesen Menschenstrom in dasselbe und gewährten den eingeladenen Ankömmlingen sichern Schutz zu ihrer friedlichen Arbeit. So mancher deutsche Stamm ergriff daher den Wanderstab und lies sich in den gastlichen Gefilden des neuen Vaterlandes nieder. So kamen auch deine Ahnen, lieber Dobschauer. vom Stamme der Ost-Franken aus der Gegend des Erzgebirges, zuerst in das Wagtal und von hier, namentlich von Kärpfen (Karpfen = Korpona) während der Regierung Karls (aus der Familie der Anjous von Neapel) von Nikolaus Kun angeführt 1326 in deine jetzige Heimat, wo sie sich bis jetzt bei strenger und redlicher Arbeit erhalten und die Schätze der Erde an das Tageslicht fördern.

Wie dich der prächtige Baum des Waldes in seiner ursprünglichen Gestalt erfreut und entzücket, ebenso findest du dein reines Wohlgefallen und deine Herzentzückung an dem natürlichen Stamme der Volkssprache, der Muttersprache. Jeder Trieb, jedes Wörtlein, welches dieser Stamm treibt, wenn er aus dem innersten Herzen dringt, erregt auch dein Herz in den innersten Tiefen. Das sind nicht Worte, die von aussenher kommen, sondern, wie es der grosse prophetische Dichter Schiller von seinen "drei Worten" sagt, Worte von denen das Herz dir Kunde gibt. Daher die innige Liebe des Stammes zu seiner Mundart. Wer könnte es behaupten, dass der Strauss auf der Ackerfurche des Feldes oder auf der saftigen Wiese und auf der duftigen Waldblösse gepflückt nicht so herzerquickend wäre, als die zu höherer Pracht entwickelte Schwester des Treibhauses? Denselben Reiz der Natürlichkeit besitzen die dichterischen Erzeugnisse der Mundart. In derselben erscheinen alle Eigenschaften des Stammes: sein Gemüt, seine Weisheit, sein Mutterwitz, seine Erfahrung in einer veredelteren Offenbarung, wie sich denn alle diese Eigenschaften in der Seele des mundartlichen Dichters wie in einem Brennpunkte vereinigen.

Als solches Werk heissen wir Samuel Klein's Gedichte willkommen. Sie gehören zu den besten Erzeugnissen auf dem weiten Gebiete der Volkspoesie. Darum lieber Volksfreund, ob Buleener, oder Nichtbuleener, willst du dir einen teuren, gemütlichen Freund auf deine Lebenswanderung erwerben, versehe dich mit Kleins Büchlein; darin wirst du dich wie in einem getreuen Spiegel anblicken und wirst dich auch zugleich seiner trauten Gesellschaft erfreuen können; denn seine Worte werden in deiner Seele, wie das Rauschen des Waldes und das Gemurmal seiner Seifen und Bächlein dringen. Wer an der unverfälschten Eigenart eines gemütlichen Stammes sich erlaben will, der greife getrost nach dem köstlichen Buche, vor allen mögen das die Bibliotheken aller unserer gelehrten und Volksunterrichts-Anstalten tun, denn das ist nicht nur ein Bildungsmittel, sondern auch ein ehrwürdiges wissenschaftliches Sprachdenkmal.

Budapest, im Monat Mai 1914


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