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Wiener Archivforschungen

INHALT, VORWORT


Inhalt


VORWORT
Csaba Szabó: Die Zeit und die Relativität - Das 50. und das 19. Jubiläum von István Fazekas
Márton Méhes: Notizen zu einem Abschied nach 19 Jahren. Der ungarische Archivdelegierte István Fazekas und das Collegium Hungaricum Wien
Gábor Ujváry: Der Archivar, der Wissenschaftler und der "Mensch"
Vorwort der Herausgeberinnen
Tabula Gratulatoria

MITTELALTER
Péter Prohászka - László Szende: Angaben über einen anjouzeitlichen Hortfund aus Laczunás
Szilárd Süttő: Zur Frage der Rechtssprechung des Palatins und des Hofrichters in den letzten Jahren König Ludwigs des Großen von Ungarn
Orsolya Bubryák: Kaiserkreuz für Kaiserberg. Ein Pfandleihgeschäft zwischen Kardinal Thomas Bakócz und dem Hause Habsburg
Bálint Lakatos: Die Berichte aus dem ungarischen Hof des Gesandten Ferdinands I. Andrea dal Burgo (1521-1523) - Charakter, Herkunft und Struktur
Péter Kasza: Erneuerte Ermittlung im Fall eines über jeden Verdacht erhabenen Bischofs oder Anmerkungen zu einem Fälschungsfall
Emőke Rita Szilágyi: Zur Überlieferungsgeschichte von Nicolaus Olahus' Hungaria

FRÜHNEUZEIT

16. JAHRHUNDERT
Attila Tózsa-Rigó: Die Er zu unser Notturften dargelihen hat, auf Hilffen unserer Cron - Beiträge zu den Verflechtungen zwischen frühneuzeitlicher Kreditsphäre und staatlicher Finanzverwaltung
Szabolcs Varga: Das Schicksal der Schätze des Fünfkirchner Doms in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
Petra Mátyás-Rausch: Zur Umtauschverhandlung von Sathmar-Neustadt - Ein kurzer Grundriss der ersten Instruktion der ungarischen Vertreter (1583)
Anna Fundárková: Opportunismus oder geschickte Überlebensstrategie? - Nikolaus Pálffy zwischen dem Kaiserhof und der ungarischen ständischen Opposition

17. JAHRHUNDERT
Anita Bojtos: Kloster an der Grenze - Angaben zum Neubau und zur Rolle des Paulinerklosters von Wondorf im 17. Jahrhundert
Sándor Papp: Eine "verfälschte" sultanische Bestallungsurkunde (Berât oder Menşur) an den Fürsten Siebenbürgens Sigismund Rákóczi (1607)
Kees Teszelszky: Wirklichkeitsgetreue Darstellungen der ungarischen Krone um 1608
Diana Duchoňová: Die Esterházy in Wien und Rom - Ein Beitrag zur Erziehung der jungen ungarischen Aristokraten im 17. Jahrhundert
Zsuzsanna Cziráki: Zur Person und Erwählung des kaiserlichen Residenten in Konstantinopel, Simon Reniger von Renningen (1649-1666)
Péter Tusor: "Zrinius ipse desperat" - Die Korrespondenz von Erzbischof Lippay und Graf Porzia (1662-1663)
Géza Pálffy: Wie kam die ungarische Krone 1663 in die Kaiserstadt Wien?
Zsuzsanna Peres: Der Ehevertrag von Christoph Erdődy und Susanne Maria Pálffy
Zsófia Kádár: "Saeculum Marianum" - Angaben zu der Marianischen Kongregation des Jesuitischen Akademischen Kollegs in Wien und zu seinen ungarischen Beziehungen (1579-1678)
Béla Vilmos Mihalik: Die Verfolgung der Prediger aus Schemnitz
Tibor Martí: Familienwappen und Lebensdaten von Palatin Paul Esterházy im Wappenbuch des Ordens vom Goldenen Vlies
Zoltán Péter Bagi: Anforderung von Stückgießern und Geschützen vom Heiligen Römischen Reich im Januar und Februar 1684
Zsófia Szirtes: Innere Spannungen in Hermannstadt im Jahr 1699 anhand eines Berichts von Johann Ludwig Rabutin
Nóra G. Etényi: Das Flugblatt als politische Erinnerungsstütze: zur Verfolgung ungarischer reformierter Prediger in den Jahren 1671-1681

18. JAHRHUNDERT
András Forgó: Zu den Möglichkeiten und Grenzen ständisch-politischer Handlungsfähigkeit - Das Beispiel des Herrschaftsantritts Karls VI. im Königreich Ungarn
András Oross: Das Kriegsbudget der Habsburgermonarchie für das Kriegsjahr 1700-1701
Kálmán Mészáros: Der Bericht des ehemaligen Kurutzenbrigadiers Johann Csajághy über seine Audienz vor der Regentin (Wien, am 15. Juni 1711)
Márton Szilágyi: Ein ungarischer Schriftsteller im theresianischen Wien: Georg Bessenyei
Kálmán Árpád Kovács: Das System der siebenbürgischen Religionspolitik in den 1760-1770er Jahren
Krisztina Kulcsár: Wohltätigkeit oder Luxusausgaben? Ein Beitrag zur Geschichte des ungarischen Hofkanzleigebäudes anhand eines Plans von Graf Esterházy, 1769

NEUZEIT UND GEGENWART
Kristóf Fatsar: Die Gärtner des Herzogs Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha unter der Leitung des Schloss- und Garteninspektors Franz Frey
Sára Kohút: Randnotizen zu einem Hofprotokoll aus 1845 - die Einführung des Tabakmonopols in Ungarn
Szilvia Czinege: Aktenstücke der Ungarischen Hofkanzlei vor dem Staatsrat und der Staatskonferenz im Jahre 1847
Péter Zakar: Ein Brief von Ignaz Czigler über die Rückeroberung der Festung Ofen (1849)
Ágnes Deák: "...Franz Josef der Kaiser ist gekommen"
Orsolya Manhercz: Die Wallfahrt nach Mariazell von 1857
Veronika Tóth: Errichtung des Türkenbefreiungsdenkmals im Wiener Stephansdom
Krisztián Csaplár-Degovics: Humanitäre Aktionen Österreich-Ungarns im Jahr 1913
Iván Bertényi: Hinter den Kulissen: Protokollprobleme anlässlich der letzten ungarischen Königskrönung
Mária Pallagi: "Kardinal Mindszenty war ein kompromissloser Bekenner seines Glaubens, seiner Kirche, der bereit war, deswegen jedes Opfer auf sich zu nehmen". Kardinal König über seine Begegnungen mit Kardinal Mindszenty

Siglen und Abkürzungen
Abbildungen
Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien



Vorwort

Im vorliegenden Band werden die Beiträge von Forschern veröffentlicht, die mit der Unterstützung von Dr. István Fazekas eine längere Zeit in den Wiener Archiven des Österreichischen Staatsarchivs und in anderen öffentlichen Sammlungen eine wissenschaftliche Tätigkeit durchführten. Aus dieser Hinsicht könnte der Band auch als eine Art Zusammenfassung begriffen werden, da es einen umgreifenden Überblick über die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser ausländischen Stipendienaufenthalte bietet. Die vorliegende Publikation ist naturgemäß interdisziplinär, da es die vielfältige Forschungstätigkeit der Stipendiaten widerspiegelt und in Folge dessen zahlreiche Gebiete der Geisteswissenschaften umfasst. Außer den Historikern werden hier Beiträge von Literaturhistorikern, Kunsthistorikern und Archäologen veröffentlicht.

Die in den Studien präsentierten Quellen zu den einzelnen Forschungsthemen konnten mit der Hilfe von István aufgedeckt werden und wurden von den Autoren aus einem Blickpunkt analysiert. Die kurzen Beiträge ermöglichen somit einen Einblick in die vielfältigen und umfangreichen Kenntnisse des Adressaten dieser Festschrift. Dank seiner einzigartigen Wissensbasis konnte er die oft ratlosen jungen Forscher in ihrer Arbeit unterstützen. In Historikerkreisen ist wohl bekannt, dass István eine liebenswerte Persönlichkeit ist, der seine "Schüler" und Kollegen nicht nur auf ihrem wissenschaftlichen Weg begleitete, sondern immer bereit war, auch in anderen Problemen eine helfende Hand anzubieten - allerdings, dies war nicht in seinem Arbeitsbereich inbegriffen. Seine in dem besten Sinne des Wortes sprichwörtliche Dienstbereitschaft leistete nicht nur zum Anfang von erfolgreichen Historikerlaufbahnen einen wichtigen Beitrag, sondern führte auch zu Freundschaften, die den Rahmen der Beziehung zwischen einem Lehrer und seinem Schüler, bzw. zwischen Kollegen sprengten. In dem vorliegenden Band erweisen Mitglieder der alten und der neuen pelenkások - der Begriff entspricht in der Terminologie von István (die allerdings schon zur Entstehung von mehreren Sprichwörtern führte, die von Kollegen gerne und oft weiter zitiert werden) dem Ausdruck "Anfänger" - ihrem Wiener Patron eine Ehre, wobei sie eine von seiner oft wiederholten "Hausaufgaben" vor Augen hielten: Die quellenzentrische Forschungsmethode spielt weiterhin eine Schlüsselrolle in der Geschichtsforschung. Auf der anderen Seite setzen wir die Hoffnung darauf, dass im vorliegenden Band eine alte Tradition der ungarischen Historiographie wieder lebendig und entsprechend hervorgehoben wird. Die ehemalige Kaiserstadt, die zugleich als Zentrum für Bildung und Kultur diente und dient, übt weiterhin eine Anziehungskraft für die ungarischen Geisteswissenschaften aus und dieser Tatsache sollte auch in dieser Publikation Folge geleistet werden.

Die Zahl derjenigen, die István Fazekas für seine wissenschaftliche Unterstützung und freundschaftliche Hilfeleistung dankbar sind, ist viel größer, als der Umfang des vorliegenden Bandes. Mehrere von ihnen nutzten die Gelegenheit, um ihre Danksagung in der tabula gratulatoria auszudrücken. Die Liste der Gratulanten ist aber nicht vollständig, deshalb möchten wir auch in ihrem Namen István Fazekas unsere Dankbarkeit für die beinahe zwanzig Jahre dauernde Tätigkeit in der Ungarischen Archivdelegation im Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv ausdrücken!

Das Buch erscheint in der Reihe der "Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien", die üblicherweise über ein Personen- und Ortsregister verfügen; aufgrund der großen regionalen und thematischen Breite des Bandes erschien es uns allerdings vertretbar, auf ein Register zu verzichten, weil der Mehrwert für den Band nicht besonders gross wäre.

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Zsuzsanna Cziráki, Anna Fundárková, Orsolya Manhercz, Zsuzsanna Peres, Márta Vajnági


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