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Ludwig Hevesi und seine Zeit

INHALT, VORWORT


Inhalt


Oskar Wawra: Vorwort
Redaktionelles Vorwort
Peter Urbanitsch: Einige Aspekte der Kultur der franzisko-josephinischen Zeit
Ilona Sármány-Parsons: Ludwig Hevesi als Schöpfer des Kanons der österreichischen Malerei
Zsuzsa Bognár: Ludwig Hevesi als Theater- und Literaturkritiker des Pester Lloyd 1900-1910
Kinga Bódi: Padiglione Ungherese in Venedig. Im Spiegel der italienischen, österreichischen und ungarischen Kunstkritik, 1895-1909
Katalin Fenyves: Revolutionäre, Staatsdiener, Feuilletonisten. Ungarische Journalisten in Wien

ANHANG
Ilona Sármány-Parsons: Zur Auswahl von Hevesis Feuilletons
Die Kunstkritiken von Ludwig Hevesi
  1. Die erste internationale Kunstausstellung im Künstlerhause zu Wien (22. April. 1869)
  2. Josef von Führich (18. März 1876)
  3. Munkácsy's "Milton" - Künstlerhaus (9. Jänner 1879)
  4. Munkácsy's "Christus vor Pilatus". Ausgestellt im Künstlerhause (1. Jänner 1882)
  5. Eine zweite Munkácsy-Ausstellung (15. Jänner 1882)
  6. Hans Makart - Ein Gedenkblatt (6. Oktober 1884)
  7. Eine Menzel Ausstellung - Künstlerhaus (9. April 1886)
  8. Eine neue Wereschagin-Ausstellung (27. Oktober 1885)
  9. Der Salon der Zurückgewiesenen (18. April 1889)
  10. Die XXI. Jahresausstellung im Künstlerhause II. - Emil J. Schindler (7. April 1892)
  11. Internationale Kunst in Venedig (1. Mai 1895)
  12. Venetianische Kunsttage (1. Mai 1895)
  13. Ungarische Kunst in Venedig - Vierte Internationale Kunstausstellung (7. Mai 1901)
  14. Internationale Kunstausstellung in Venedig (18. Mai 1901)
  15. Internationale Kunstausstellung in Venedig (15. Mai 1901)
  16. Ungarische Kunst in Wien (9. April 1903)
  17. Ungarische Künstler in Wien. Salon Pisko (8. April 1903)
  18. Religiöse Kunst Sezession. Miethke (13. Dezember 1905)
  19. Wiener Künstlerhaus (16. März 1909)
  20. Internationale Kunstschau in Wien 1909 (29. April 1909)
  21. Wiener Sezession (30. März 1909)
  22. Ungarische Bilder von Rudolf v. Alt (9. Mai 1909)
  23. Kunstausstellung in Venedig I. (16. Juli 1909)
  24. Kunstausstellung in Venedig II. (17. Juli 1909)
  25. Ivan Mestrovic (22. Jänner 1910)

Die Theaterkritiken von Ludwig Hevesi
  1. Wiener Theater (7. Jänner 1901)
  2. Ibsen's "Peer Gynt" - Erste Aufführung in deutscher Sprache (13. Mai 1902)
  3. Ein dramatischer Krankheitsfall (28.November 1905)
  4. Mensch, Übermensch, Rassenmensch. Bürgertheater; FrankWedekind: "Hidalla" - Deutsches Volkstheater; Bernard Shaw: "Mensch und Übermensch" (30. April 1907)
  5. "Frühlingserwachen" in Wien (1. September 1907)

Abbildungen
Register
Publikationen der ungarischen Geschichtsforschung in Wien



Vorwort

Dieser Band ist Ludwig Hevesi (1843-1910), einem der bedeutendsten Kunstkritiker der österreichisch-ungarischen Monarchie, gewidmet. Am 160. Jahrestag von Hevesis Geburtstag haben die Stadt Wien und das Wiener Collegium Hungaricum eine Gedenktafel an dem Haus angebracht, in dem der Kritiker mit der doppelten Identität, der zum Wiener gewordene Ungar, fünfunddreißig Jahre lang gelebt hat. Dieser Band enthält die Beiträge der kleinen Konferenz, die anlässlich der Einweihung der Gedenktafel im Dezember 2013 stattgefunden hat.

Nach seiner Übersiedlung von Budapest nach Wien wurde Hevesi einer der einflussreichsten Kritiker im Bereich der bildenden Künste in der Kaiserstadt. Er selbst bezeichnete sich bescheiden als Chronisten der Kunstszene, aber er war mehr als das, er war die größte Stütze der Wiener Secession unter den Kritikern und zugleich ihr Propagator. Seine Feuilletons sind heute die anschaulichsten und verlässlichsten Quellen der Kunstszene jener Zeit. Es wurde jedoch nur ein Teil von ihnen in Buchform - und später erneut als Faksimileausgabe - veröffentlicht.

Die Beiträge des vorliegenden Bandes behandeln einige Aspekte von Hevesis kulturellem Umfeld im weiteren Sinne sowie der Kunstszene und des Journalismus.

Die Studie von Peter Urbanitsch analysiert die Bedeutung der Kultur in der Zeit Franz Josephs. Ilona Sármány-Parsons beleuchtet in ihrem Beitrag den Lebensweg Hevesis und die Wandlungen seiner Rolle als Kritiker. Zsuzsa Bognár bespricht die Theaterkritiken Hevesis, die in der Theatergeschichte bislang nicht berücksichtigt wurden, und Kinga Bódi vergleicht die Kritiken Hevesis über die Biennale in Venedig mit denen seiner Zeitgenossen. Katalin Fenyves schließlich befasst sich mit der bislang kaum erforschten Tätigkeit jüdischer Journalisten ungarischer Abstammung in der Wiener Presse, und bietet eine kollektive Biografie von ihnen.

Wir hielten es für sehr wichtig, eine kleinere Auswahl der Feuilletons Hevesis zu veröffentlichen, die in Fachkreisen noch weitgehend unbekannt sind, bevor die wissenschaftliche Hevesi-Monografie, die derzeit in Arbeit ist, erscheint. Die Auswahl umfasst vier Themenkreise: die Kritiken aus der Zeit des Historismus, einige Artikel zur ungarischen Kunst, einige Theaterkritiken und schliesslich die wichtigsten Artikel, die er nach seinem "Kunstchroniken" (Acht Jahre Secession und Altkunst - Neukunst) verfasst hat. Es handelt sich nicht um eine kritische Ausgabe, sondern um die Zweitveröffentlichung von Beiträgen in Originalschreibweise aus schwer zugänglichen Zeitungen. Ebenso wie die Feuilletons in Acht Jahre Secession sind auch diese Artikel Hevesis wichtige Quellen zur Kunst jener Zeit.

Die Illustrationen zu diesem Band zeigen vorwiegend Gemälde ungarischer Künstler, von denen in den hier neu veröffentlichten Feuilletons die Rede ist und die dem österreichischen Publikum weniger bekannt sind. Es wurde auch ein Namensregister zusammengestellt, um die Nutzung des Bandes zu erleichtern. Die Namen beziehen sich jedoch ausschließlich auf die wissenschaftlichen Beiträge, da die Feuilletons viele Personen enthalten, die heute nicht mehr bekannt sind.

Wien, April 2015
Ilona Sármány-Parsons und Csaba Szabó


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