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Gustav von Arlow - Franz Litomyský

Systematisches Lehrbuch für den Unterricht im Säbelfechten aus der Hoch-Tierce-Auslage

INHALT, VORWORT


Inhalt


Vorwort
Einleitung
Die körperliche Vorbereitung
Vorübungen für das Fechten (ohne Waffe)
Fechtrequisiten
Vorübungen für das Fechten (mit der Waffe)
  Haltung des Säbels
  Die Garde in der Hoch-Tierce (im Vergleiche zur Prime-Auslage)
  Paraden im Allgemeinen
  Feste Paraden
  Hiebe im Allgemeinen
  Geschwungene Hiebe
  Säbelschwingungen (Moulinets)
  Mensur
  Engagement (Anlehnung)
  Changement
  Croisé (Liement)
  Die Begrüssung (Salut)
Angriff und Vertheidigung
Die Riposte
  Riposten nach der Prime-Parade
Kurze Hiebe. (Directe Riposten nach allen Paraden)
  Contre-Hoch-Tierce-Parade
Annäherung an den Gegner
Vor-(Tempo-)Hiebe
Angriffe auf die feindliche Klinge
  Battement
Das Trompé
Finten
  Die Quarte-(Tief-Quarte-)Parade
  Das Trompieren der Quarte-(Tief-Quarte-)Parade
  Die Tief-Tierce-Parade und die Trompierung derselben
Vorhiebe in die einfachen Fint-Angriffe und Fint-Riposten
Cavationen
Zusammengesetzte Finten
Reprisen, Nach-Attaque, Arrêt-Stoss
Vorhiebe in zusammengesetzte Angriffe oder Riposten und das Abfangen (Locken) der Vorhiebe
Die indirecte Attaque in's Avancieren und der Vorhieb als Finte (Doppel-Vorhieb)
Die wichtigsten Grundsätze im Säbelfechten
Fechtregeln
Über das Assaut
Der Zweikampf mit Säbel
Schlusswort



Vorwort

Seit einer längeren Reihe von Jahren ist der Armee durch den Militär- Fecht- und Turnlehrer - Curs in Wr.-Neustadt eine bedeutende Anzahl tüchtig geschulter Fechtlehrer zugeführt worden.

Namentlich in den letzten acht Jahren, in welchen der Fechtunterricht daselbst nach einem vom ehemaligen Commandanten des Curses, Major Gustav Igalffy von Igaly, begründeten, leicht fasslichen System vorgenommen wird, ist der von altersher rühmlichst bekannte flotte Fechtergeist in der österr.-ung. Armee nicht nur frisch geweckt, sondern auch in eine praktische, zielbewusste Richtung geleitet worden.

Ein Theil dieser Lehrer wirkte an den Militär - Bildungs- und Erziehungs-Anstalten und hat seihst wieder der Armee eine grössere Anzahl tüchtiger und durchgebildeter Fechter herangebildet. Diese jungen Fechter konnten sich mit Erfolg mit den Besten aus der alten Schule Hervorgegangenen messen.

Das Bestreben der Besseren unter ihnen sollte es also sein, sich nicht nur auf die dienstlich vorgeschriebenen Stunden zu beschränken, sondern auf der erhaltenen Basis ihre möglichste Vervollkommnung anzustreben, um sich dadurch zu befähigen, einen dauernd belehrenden und belebenden Einfluss auf ihre Kameraden auszuüben.

Viele unserer jungen Kameraden, für welche dieses "Fechtbuch" in erster Linie geschrieben wurde, werden in Folge ihrer vorzüglichen fechterischen Qualification auch schon zur Leitung der obligaten Fechtstunden im eigenen Truppenkörper berufen worden sein; aber auch bei vielen Anderen wird sich die Lust oder der Drang geltend gemacht haben, sich im ritterlichen Gebrauche unserer Ehrenwaffe auszubilden, respective zu vervollkommnen.

Es ist nicht zu verkennen, dass in den letzten Jahren von Seite der dazu berufenen Truppencommanden viel geschieht, um das Fechten in den Truppenkörpern zu heben, und dass die zur Ehrenstelle des Fechtmeisters im Truppenkörper Berufenen ihre Aufgabe in der gewohnten Pflichttreue unseres Officiers-Corps nicht leicht nehmen, aber auch nicht leicht finden. Denn, wenn unsere zu Fechtlehrern bestimmten Kameraden auch die nöthige fechterische Geschicklichkeit besitzen, so mangelt ihnen doch meist die zu einer methodischen und systematischen Vornahme des Stoffes nöthige Erfahrung.

Die Verfasser haben sich die Aufgabe gestellt, gestützt auf eine mehrjährige Thätigkeit an Militär-Bildungs-Anstalten und in einigen Truppenkörpern, ein systematisches Lehrbuch zusammenzustellen und so einem schon lange gefühlten Bedürfnisse zu entsprechen.

Ein sorgfältiger Aufbau des durchzunehmenden Stoffes, wobei Theorie und Praxis stets ergänzend ineinander greifen, die wo nöthig in's Detail gehende Erklärung der einzelnen Gänge und die eingeschalteten Winke und Weisungen für den weniger erfahrenen Lehrer sollen das Buch als willkommen und nutzbringend erscheinen lassen.

Zur besseren Verständlichkeit sollen auch die mittelst Lichtdruck-Verfahren vervielfältigten 16 photographischen Aufnahmen unseres geehrten Kameraden und Amateur - Photographen, Hauptmann Hugo Menzerdes Infanterie-Regiments Nr. 38, das ihrige beitragen, und sagen wir demselben an dieser Stelle nochmals unseren verbindlichsten Dank.

Budapest, im Juli 1894.

Franz Litomysky,
k.u.k. Oberlieutenant, ü. c. im Inf.-
Reg. Nr. 92, Lehrer an der Inf.-Cad.-
Schule zu Budapest.

Gustav Ritter von Arlow,
k.u.k. Hauptmann des Inf.-Reg. Nr. 32.


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