Hevesi Lajos
Budapest und seine Umgebungen
INHALT, VORWORT
Inhalt
I. ABSCHNITT. REISE NACH BUDAPEST
1. Von Wien nach Pest auf der Donau
2. Von Wien nach Pest mit der Eisenbahn
3. Von Wien nach Ofen mit der Eisenbahn
4. Von Oderberg über Ruttek und Altsohl nach Pest
5. Von Triest nach Ofen
6. Auf der Donau von Orsova nach Pestofen
7. Von Báziás nach Pest mit der Eisenbahn
II. ABSCHNITT. BUDAPEST
Historisches
Geographisches, Topographisches und Statistisches
III. ABSCHNITT. NOTHWENDIGE VORBEMERKUNGEN
1. Ankunft
2. Wohnung
3. Speise und Trank
4. Post und Telegraph
5. Kommunikationsmittel
6. Konsulate
7. Polizei
8. Feuerlöschwesen
9. Dienstmänner
10. Für Raucher
11. Zeitungen und Bücher
12. Bäder
13. Soziales Leben
14. Klubs
15. Musik
16. Theater
17. Bälle
18. Sport (Wettrennen, Reiten, Jagd, Scheibenschiessen, Turnen, Fechten, Rudern, Eislauf)
19. Volksfeste
20. Reichstagssitzungen
21. Zeiteinteilung
IV. ABSCHNITT. EIN GANG DURCH PEST
Kettenbrücke, Akademie, Handelsstandsgebäude, Franz Josephs-Platz, Kais, Börse, Thonethof, Redoute, Assekuranzpalais, Grand Hôtel, griech. Kirche, Dreifaltigkeitssäule, Hauptpfarrkirche, Hauptzollamt, ref. Kirche, Museum, Palais Alois Károlyi, Reitschule, Palais Eszterházy, Palais Festetics, Landhaus, chemisches Institut, Nationaltheater, Palais Györy, Komitatshaus, Invalidenpalais, neues Postgebäude, Franziskanerkirche, Kurie, Universitätsbibliothek, Sparkassagebäude, G. Károlyi'sches Palais, Universitätskirche, neues Rathhaus, altes Rathhaus, Piaristengymnasium, Waitznergasse, Haas'sches Haus, Häuserviereck, Josephsmonument, Tüköry'sches Haus, Széchenyi-Promenade, Neugebäude, Leopoldkirche, Industriehof, prot. Kirche, Kunstschule, neue Synagoge, israel. Kultustempel, Elisabethpromenade, Kursalon
V. ABSCHNITT. EINZELNE SEHENSWÜRDIGKEITEN
I. Nationalmuseum
1. Bildergalerie
2. Ethnographische Sammlung
3. Naturaliensammlung:
a) Zoologische Abtheilung
b) Mineralogische Abtheilung
4. Münz- und Antiquitäten-Kabinet
II. Akademiepalast
Landes-Gemäldegalerie
III. Redoute
IV. Schlachthaus
V. Promenaden und Parks (Stadtwäldchen, Thiergarten, Orczy-Garten, Museumsgarten, Elisabeth-Promenade, Josephsplatz-Pyomenade, Széchenyi-Promenade, Square vor der Redoute, Neue Welt, Ellipse, Privatgärten)
VI. Friedhöfe
VII. Grossartige Neubauten (Margaretheninselbrücke, Verbindungsbahnbrücke, die Kais. neuer österr. Staatsbahnhof, Pester Zentralbahnhof, Wasserleitung, Radialstrasse, Hauptzollamt)
VI. ABSCHNITT. EIN GANG DURCH OFEN
Tunnel, Sparkassa, Kommerzial- und Gewerbebank, Haus der Kettenbrückengesellschaft, Westbahngebäude, Palais Lipthay, Palais Széchenyi, Dampfseilrampe, Palais Sándor, Zeughaus, Hentzi-Monument, Palais Teleki, kön. Burg, Schlosskirche, Schlossgarten, Stadttheater, Mariä Himmelfahrtskirche, Generalkommando, Realschule, Kapuzinerkirche, Rathhaus, Landhaus, Garnisonskirche, Ferdinandskaserne, Basteipromenade, Aussicht von da, und zwar: Blocksberg, kl. Blocksberg, Adlersberg, Gr. u. kl. Schwabenberg, Auwinkel, Johannisberg, Lindenberg, Leopoldifeld, Gaisberge, Dreihotterberg, Festungsberg, Raitzenstadt, Christinenstadt, Horváthgarten, Arena, Palais Karácsonyi, Militärspital, Generalwiese, Stadtmeierhof, Landes-Irrenanstalt, Kaiserbad, Grab Gül Baba's
Altofen (Synagoge, Schiffswerfte, Römerbäder, röm. Wasserleitung, Pulverstampfe)
VII. ABSCHNITT. GRÖSSERE UND KLEINERE AUSFLÜGE
1. Margaretheninsel
2. Gödöllő
3. Fóth
4. Wanderungen im Ofner Gebirge:
A. Blocksberg
B. Schwabenberg
C. Auwinkel
D. Schöne Schäferin
E. Johannisberg
F. Leopoldifeld (Irrenanstalt)
G. Dreihotterberg
5. Verschiedene Ausflüge (Steinbruch, Budakesz, Maria Eichel, Maria Einsiedel, Üröm, Promontor, Insel Haros, Tétény, Kammerwald)
6. Weitere Ausflüge (Ócsa, Zsámbék, Alcsúth, Füred, Visegrád, ungarisches Oberland)
Vorwort
Als mir gegen Ende des Winters der ehrenvolle Auftrag ward, einen neuen Führer durch Budapest zu verfassen und dadurch einem längst gefühlten Bedürfniss des reisenden Publikums abzuhelfen, traten mir die Schwierigkeiten dieser Aufgabe sofort klar vor Augen. Seit mehr als anderthalb Dezennien war kein ausführliches Handbuch über die ungarische Hauptstadt erschienen und selbst die kürzer gefassten neuesten Beschreibungen waren in Folge des ungeahnt raschen Aufschwunges der Doppelstadt bereits in ihren meisten Theilen veraltet.
Es galt daher in sehr beschränkter Frist eine Masse neuer Daten zusammenzutragen und dieses Material in lesbarer Form, dem praktischen Bedürfniss des Fremden entsprechend, zu gestalten. Mannigfache Schwierigkeiten tauchten selbst noch im Verlaufe dieser Arbeit auf; die Museen, deren Inhalt, wenn das Buch keine schmerzlichen Lücken haben sollte, eingehend berücksichtigt werden musste, waren eben in der durchgreifendsten Umgestaltung begriffen, neue Kataloge zum Theil noch nicht vorhanden und die neue Aufstellung der Objekte erst theilweise durchgeführt; über grosse Unternehmungen der nächsten Zukunft wurden erst kurz vor Beendigung des Druckes endgiltige Beschlüsse gefasst; Anderes machte während der Arbeit Fortschritte, bedeutend genug, um immer neue nachträgliche Ergänzungen wünschenswerth erscheinen zu lassen, - und so kam ich mir schliesslich fast vor wie ein Photograph, der eine vom beweglichsten Treiben erfüllte Strasse auf seiner Platte fixiren und jeden Spaziergänger an jener Stelle festhalten soll, wo er sich - erst im nächsten Momente befinden wird.
Unter solchen Verhältnissen waren Lücken, ja selbst einzelne Fehler wohl nicht zu vermeiden, zumal das ganze Werk auf zwei Augen stand und die Fülle des Materials den ursprünglich beabsichtigten Rahmen von nur zehn Bogen auf beinahe das Doppelte auseinanderzog. Der einsichtsvolle Leser wird diese Gründe vorkommenden Falls gewiss als Milderungsgründe gelten lassen.
Was nun die einzelnen Theile des Buches anbelangt, habe ich Folgendes zu bemerken:
Der historische Theil folgt, da es sich ja für mich nicht um neue Forschung handeln konnte, grösstentheils dem ebenso fleissigen als unorganischen älteren Werke Häufler's, das so häufig benützt und so selten citirt wird. Im dritten Abschnitt sind unter dem Titel "Nothwendige Vorbemerkungen" eine Menge für den Fremden nützlicher Daten zum ersten Male in übersichtlicher Weise zusammengestellt. Im vierten Abschnitt: "Ein Gang durch Pest" ist auf die Urheber der darin erwähnten Objekte besondere Rücksicht genommen, während ältere Werke sich gerade um die Unsterblichkeit der Architekten. Bildhauer und Maler am allerwenigsten kümmern und dadurch eine Unterlassungssünde begehen, die der spätere Forscher tief bedauert. Bei der Schilderung der öffentlichen Sammlungen dienten theils die neuesten, kaum fertig gewordenen Kataloge, theils an Ort und Stelle gemachte Notate, bei der Antiquitätensammlung des Museums sogar der noch in Handschrift befindliche Katalog des Herrn Custos Dr. Rómer als Grundlage; die Aufzählung der in der Landes-Gemäldegalerie befindlichen Objekte beruht schon auf dem neu revidirten kritischen Katalog, während an Ort und Stelle derzeit noch immer das alte, von falschen Bezeichnungen wimmelnde Verzeichniss verkauft wird. Das Kapitel der "Grossartigen Neubauten" gibt zum ersten Male eine Zusammenstellung authentischer Daten über alle in Budapest demnächst zur Ausführung oder Vollendung gelangenden grossen technischen Unternehmungen. Auch in den anderen Kapiteln wird der mit dem Stoff nicht Unbekannte unter manchem Alten auch manches Neue finden.
Zum Schlusse noch kann ich mir nicht versagen, allen Jenen, welche mir während der Arbeit mit Aufschlüssen und. Mittheilungen, mit Rath und That freundlich an die Hand gegangen, auch hier meinen wärmsten Dank nochmals auszusprechen.
Auwinkel, 20. Juni 1873
Der Verfasser