Klaus-Jürgen Hermanik
Deutsche und Ungarn im südöstlichen Europa
Identitäts- und Ethnomanagement
INHALT, VORWORTInhalt
VORWORT
EINLEITUNG
Zu den einzelnen Teilen des Buches
1. EINE THEORETISCHE EINFÜHRUNG ZUM IDENTITÄTS- UND ETHNOMANAGEMENT
1.1 Die Schlüsselbegriffe
Ethnizität - Vorstellung, Zuschreibung und Werkzeug (tool)
Vom Ich (Subjekt/Objekt) zur Ethnischen Gruppe
Der Begriff Identitätsmanagement als Antezessor
Identitäts- und Ethnomanagement
1.2 Konzeptionelle Überlegungen zum Identitäts- und Ethnomanagement
Brückenschlag zur Historischen Anthropologie sowie zur Ethnohistorie
Identitäts- und Ethnomanagement in der Globalisierung und in der Transformation
Identitäts- und Ethnomanagement und Hybridität
"Ethnic Group Branding" - Identität als Marke
2. Aus der Praxis des Identitäts- und Ethnomanagements der Deutschen und Ungarn im südöstlichen Europa
2.1 Der Forschungsrahmen
Ethnizität und Nation
Ethnic Politics
Identitäts- und Ethnomanagement: von innen - von außen
Deutsche und Ungarn in den Forschungsregionen (Überblick)
Siebenbürgen/Transilvania/Erdély
Slawonien/Slavonija/Szlavónia
Slowenien/Slovenija/Szlovénia
Südwestungarn/Dél-Dunántúl
Vojvodina/Vajdaság
Selbstbezeichnungen und Marker
Wir Donauschwaben, Ungarndeutsche, Siebenbürger Sachsen, Gottscheer
Mi magyarok - Wir Ungarn
Herbergestaat, Patronagestaat, Loyalität
Theoretische und konzeptionelle Basis
Minderheitenschutz in den Herbergestaaten
Organisationen in den Patronagestaaten (Auswahl)
2.2 Verortungen
Minderheitenorganisationen in den Herbergestaaten
Dachverbände
Vereine der Deutschen (Beispiele aus den Regionen)
Vereine der Ungarn (Beispiele aus den Regionen)
Erinnerungskulturen
Richtig erinnern
Erinnerungskulturen der Deutschen
Erinnerungskulturen der Ungarn
2.3 Vermittler und Instrumente des Identitäts- und Ethnomanagements
Medien
Tages- und Wochenzeitungen der Deutschen
Tages- und Wochenzeitungen der Ungarn
Monats-, Halbjahres- oder Jahresschriften der Deutschen und Ungarn
Rundfunk und Fernsehen
Schulen
Aus der Minderheitenschulpraxis der Deutschen
Aus der Minderheitenschulpraxis der Ungarn
Minderheitenliteratur, Bildende und Darstellende Kunst
Beispiele bei den Ungarndeutschen
Beispiele bei den Ungarn in Siebenbürgen, Slowenien und der Vojvodina
EMPIRISCH ANGEWANDTE THEORIEBILDUNG ZUM IDENTITÄTS- UND ETHNOMANAGEMENT (RESULTATE - ERTRÄGE - AUSWIRKUNGEN)
LITERATURVERZEICHNIS
QUELLENVERZEICHNIS
Texte aus Internetquellen
Verzeichnis der Interviews
KARTEN
INDEX
Vorwort
Das facettenreiche Gebiet der Erforschung von Minderheiten, das nun bereits mehr als eineinhalb Jahrzehnte einen Brennpunkt meiner wissenschaftlichen Interessen bildet, stellt ob ihrer Lebendigkeit immer wieder neue Herausforderungen und durch eine Veränderung der Sichtweisen, des Blickwinkels oder durch die Fokussierung auf einen besonderen Aspekt lassen sich gegebenenfalls neue Erkenntnisse zu Tage schürfen, die sich wie kostbare Erze im Verborgenen hielten.
Mein erster größerer Beitrag im Kanon der Minderheitenforschung bestand in der Erarbeitung des Konzepts - zusammen mit zwei weiteren Grazer Historikern - der (Versteckten) Minderheiten, zu dem ich bereits im Jahr 2007 meine Monographie zu den Steirischen Slowenen auf der Soboth publiziert habe. Seit dieser Zeit und vor allem während eines längeren Forschungsaufenthalts in Slowenien (2004-2005) bin ich immer wieder in direkten Kontakt mit Minderheitenvereinen getreten. Aus diesen Erfahrungen heraus entwickelte ich die Idee sowie den Antrag zu einem FWF-Einzelprojekt1 zur Erforschung des "Identitätsmanagements der Deutschen und Ungarn in Südostmitteleuropa". Im Zuge dessen (2007-2010) konnte ich die meisten Grundlagenforschungen für dieses Buch durchführen; die Projektleitung oblag dem Grazer Zeithistoriker Eduard G. Staudinger. Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei ihm sowie bei den weiteren Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern, die mit befristeten FWF-Werkverträgen ausgestattet werden konnten, für alle fachlichen Anregungen bedanken.
Weiters danke ich Karl Kaser, der mir ab dem Jahr 2001 an der Grazer Südosteuropäischen Geschichte nicht nur eine wissenschaftliche Heimstatt gab, sondern der für mich auch ein persönliches Vorbild in den Zugängen zur Geschichte des südöstlichen Europas wurde und ohne den ich mir dieses Fach in Graz gar nicht vorstellen könnte. Zugleich möchte ich mich bei ihm auch als Herausgeber für die Aufnahme in dessen Reihe "Zur Kunde Südosteuropas" bedanken.
Da es sich bei dieser Monographie um die überarbeitete Fassung meiner Habilitationsschrift handelt, möchte ich mich auch bei den drei Gutachtern für deren fundierte Lektüre und für deren Vorschläge, wie man den damals vorliegenden Text noch weiter optimieren könnte, bedanken. Diese Überarbeitung des Textes geschah dann bereits im Rahmen meiner vielfältigen Tätigkeiten am Zentrum für Kulturwissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, wo mir nicht nur die Ressourcen dafür zur Verfügung standen, sondern wo auch das dafür notwendige Arbeitsklima bestens gepasst hat. Damit die Publikation beim Böhlau-Verlag erscheinen konnte, danke ich auch dem FWF für seine Druckkostenförderung (PUB 282-G28) sowie dem dabei involvierten Gutachter für sein äußerst positives wissenschaftliches Stimmungsbild.
Zuletzt möchte ich mich ganz besonders bei meiner Frau Zsuzsa Barbarics-Hermanik bedanken, die mich bei meinen langjährigen Forschungs- und Schreibarbeiten immer geduldig unterstützte und die mich auf einige meiner vielen Feldaufenthalte begleitete.