Tétel adatlapja
VisszaCÍMLAP

"Im Übersetzen leben"

der Professor des Convivium am Eötvös-Collegium

INHALT, VORWORT


Inhalt


Vorwort der Herausgeber
Grußadresse des Collegiumsdirektors

BEGRÜßUNGEN
Gábor Erdődy
László Borhy
István Szijártó
Géza Horváth
René Holzheimer

BEITRÄGE
Bernhard Vogel: Fritz Paepcke zum 100. Geburtstag
Radegundis Stolze: Das Erbe Fritz Paepckes - Hermeneutisches Übersetzen
Karl Vajda: Im Niemandsland zwischen philosophischer und theologischer Hermeneutik, Deutungslehre und Übersetzungswissenschaft bei Fritz Paepcke
Géza Horváth: "Duft in Wohlgeruch verwandeln" - Betrachtungen über das gemeinsame Übersetzen ungarischer Lyrik ins Deutsche mit Fritz Paepcke
Endre Hárs: Buchgeschichten - Miszellen zu einer Freundschaft
Zoltán Zsávolya: Im Zeichen von Fritz Paepcke - bewusst und unbewusst. Persönlich-fachliche Bemerkungen zum Übersetzen
Csaba Márkus: Fritz Paepckes Erbe im Literaturunterricht
Hans-Michael Speier: "Übersetzen heißt (...) / mit mehreren Stimmen singen"
István Kovács: A magány megosztott titkának krónikája. Prózavers Fritz Paepcke professzor úr emlékének - Chronik des mitgeteilten Geheimnisses der Einsamkeit. Prosagedicht dem Andenken an Herrn Professor Fritz Paepcke
Balázs Sára: "Frei und freiwillig - wie der Geist dient" - Deutsch, Germanistik und das Germanistische Seminar am Eötvös-Collegium einst und heute
Dániel Somogyi: Der ungarische Schriftsteller Gyula/Julius Hay im Spannungsfeld ostdeutsch-ungarischer Kulturbeziehungen in der Nachkriegszeit (1945-1956)

DOKUMENTE
Einladungsschreiben von Collegiumsdirektor István Szijártó an Fritz Paepcke vom 11. September 1985
Schreiben von Fritz Paepcke betreffs Buchspende an Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel vom 29. März 1986
Fritz Paepckes Bericht über seine Gastprofessur 1985/86 EC an Collegiumsdirektor István Szijártó vom 10. Juli 1986
Fritz Paepckes Kurzbericht vom 12. März 1989 über ein Spezialkolleg im Eötvös-Collegium

INTERVIEW
Niederschrift eines Interviews mit Fritz Paepcke über das Metier der Übersetzer und Dolmetscher. Aufgenommen von Géza Horváth in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre in Budapest

BIO-BIBLIOGRAPHISCHES
Prof. Dr. Fritz Paepcke (1916-1990)
Aus der Bio-Bibliographie von Fritz Paepcke vom 27. September 1986 (Heidelberg)
Curriculum vitae
Veröffentlichungen

GALERIE
Fritz Paepcke am Eötvös-József-Collegium (1980-1990)
Traueranzeigen vom Februar 1990
Hans-Michael Speier: In memoriam Fritz Paepcke (Helikon Világirodalmi Figyelő 4/1990)
Bilder der Gedenkfeier und Eröffnung der Paepcke-Hausbibliothek und des Archivs im Deutschen Seminar am 8. Juni 1991
Dokumente und Bilder der Gedenkkonferenz zum 100. Geburtstag im Eötvös-Collegium am 5.-8 Juni 2016
Bilder der Ausstellung in der neu eröffneten Paepcke-Bibliothek und im Archiv am 6. Juni 2016
Aus dem Nichts geschmiedet - Gedicht von Christophe Loetz

Autorinnen und Autoren des Bandes



Vorwort

Am 18. Februar 1990 verstarb der am 6. Juni 1916 in Berlin geborene deutsche Romanist, Sprach- und Übersetzungswissenschaftler und Hermeneutiker Fritz Paepcke am Eötvös-József-Collegium in der Ménesi út in Budapest. Er begann Anfang Februar 1990 gerade ein neues Semester am Collegium, als er plötzlich und unerwartet veschied. Als engagierter Gastprofessor, der im Convivium mit den Collegiaten und Professoren des Hauses bei weitem nicht nur seinen Verpflichtungen in Lehre und Forschung gewissenhaft nachkam, sondern auch an jeder Veranstaltung des Collegium aktiv teilhatte, war zwischen 1980 und 1990 mit kürzeren Unterbrechungen zehn Jahre lang am Budapester Eötvös-József-Collegium tätig, das 1895 nach dem Vorbild der Pariser École normale supérieure gegründet wurde. Als überzeugter Vertreter der Hermeneutik bildete er Generationen von Collegiaten in einer offenen geistigen Atmosphäre heran, die im damaligen politischen und kulturellen Leben in Ungarn unbekannt und deshalb völlig neu war.

Der vorliegende Band ist eine Hommage an den deutschen Gelehrten Fritz Paepcke. Er enthält Beiträge der internationalen Gedenktagung "Im Übersetzen leben", die zum 100. Geburtstag von Fritz Paepcke vom 5. bis 8. Juni 2016 am Eötvös-József-Collegium in Budapest gehalten wurde. Auf die Grußworte folgen Beiträge von ehemaligen Freunden, Kollegen, Mitarbeitern, Studierenden und Schülern von Fritz Paepcke aus dem In- und Ausland. Eine besondere Ehre für die Tagung und den Band erwies der frühere Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und des Freistaates Thüringen, der Präsident des Bundesrates sowie der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung Bernhard Vogel, der mit Fritz Paepcke ein Leben lang freundschaftlich verbunden war. Die Beiträge werden mit Dokumenten von und über Fritz Paepcke, einem reichen Bildmaterial, einem Interview mit ihm aus den 1980er Jahren, Bibliographien sowie einem ausführlichen Schriftenverzeichnis von ihm ergänzt.

Die Herausgeber danken vor allem für die großzügige Förderung der Tagung und der Ermöglichung der Veröffentlichung des Konferenzbandes dem Auslandsbüro Ungarn der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Direktor des Eötvös-József-Collegium. Weiterhin ist allen Vortragenden, Beiträgern und Freunden zu danken, dass sie die zum Teil weiten Anreisen nicht gescheut und die Tagung durch liebenswürdige Kollegialität und Freundschaft zu einem geglückten Symposion haben werden lassen. Schließlich sind sie den Herausgebern freundschaftlich entgegengekommen, so dass der Band jetzt vorgelegt werden kann.

Zum Schluss dürfen wir darauf hinweisen, dass die vorliegende Gedenkschrift als erstes Stück und zugleich als geistiges Fundament einer neuen EC-Publikationsreihe gedacht ist, in der künftig die deutschsprachigen Werkstatt-Tagungsreferate v.a. des Germanistischen Seminars (gerne aber auch von angehenden Forscherinnen und Forschern anderer Philologien am Collegium) veröffentlicht werden sollen. Der Titel der Reihe (FREIRÄUME) steht im Einklang mit dem von Dezső Keresztury (einst Mitglied, später selber Professor und bis 1947 auch Direktor des Collegium) geprägten Motto vom "frei(willig) dienenden Geist", nicht zuletzt nimmt er aber auch unmittelbar Bezug auf Fritz Paepckes Auffassung, der zufolge souveräne geistige Leistungen solide infrastrukturelle, zeitliche und geistige Freiräume voraussetzen - eine Forderung, der das Collegium und das von Professor Paepcke einst mitbegründete Germanistische Seminar nun auch in Form dieses neuen Forums nachzukommen versucht.

Budapest, im Januar 2018
Géza Horváth und Balázs Sára


×