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KATHARINENSISCH Gibt es ein sicheres Unterscheidungsmerkmal zwischen Sprache und Dialekt? Daß die Sprache von vielen, der Dialekt von wenigen gesprochen wird, ist sicher keines: Die Sprache der Insel Man wurde bei der letzten Zählung von vierzig Personen gesprochen . . . Daß die Sprache eine Literatur besitzt und der Dialekt gesprochen wird? In diesem Fall wäre die Grenze bald verwischt: Es genügte, daß ein Dante im toskanischen Dialekt schrieb, damit dieser in die italienische Sprache verwandelt wurde. Professoren, die Schriftsprachen kodifizieren, pflegen verächtlich über die Dialekte zu lächeln, die sie für die Sprache der Ungebildeten halten. Dialektdichter und Lokalpatrioten haben von den Puristen keine bessere Meinung. "Was man Sprache nennt, ist ein papierenes Verständigungsmittel zwischen den einzelnen lebendigen Dialekten", sagen sie. Grammatici certant et adhuc sub iudice lis est - die Grammatiker streiten, und der Richter hat sich noch nicht ausgesprochen -: so sei es uns gestattet, den deutschen Dialekt Südbrasiliens, den wir der Einfachheit halber nach dem Landesteil, in dem er vielfach gesprochen wird, als "Katharinensisch" bezeichnen, als eigene, lebendige Sprache zu betrachten! Unter den Instrumenten menschlicher Verständigung kommt ihm ein besonderer Platz zu: es handelt sich um eine der jüngsten Sprachen der Welt, eine, die kaum ein Jahrhundert alt ist. Ein Grieche, der Wörter Herodots verwendet, mag darüber lächeln. Eine aus deutschen und portugiesischen Elementen gebraute Geheimsprache für einen kleinen Kreis gab es schon früher: die Sprache der verbannten portugiesischen Juden in Altona. Es wäre eine reizvolle Aufgabe, danach zu suchen, ob Reste von ihr schriftlich erhalten sind, und sie mit dem heute gesprochenen Santa-Catarina-Deutsch zu vergleichen, das für etwa hunderttausend Menschen als Muttersprache gilt! Daß diese Sprache entstand, hängt mit Ereignissen zusammen, die zunächst weder mit Deutschland noch mit Portugal etwas zu schaffen hatten. Unter den Produkten des allgegenwärtigen, allmächtigen Zufalls gibt es ja nicht nur Medikamente und Maschinen, sondern gelegentlich so komplizierte Dinge wie eine ganze menschliche Sprache. Der Franzosenkönig Louis Philippe fühlte im Jahre 1839 seinen Thron wanken. Erfahrene Könige sind gegen diese Art von Erdbeben empfindlich, und um rechtzeitig etwas Sympathisches zu tun und die Stimmung im Lande zu verbessern, entsandte er seinen Sohn, den Prinzen von Joinville, nach St. Helena, damit er die Gebeine des großen Korsen hole, dessen Gestalt bereits von der Sehnsucht der Legenden verklärt war. St. Helena ist klein, die Winde sind Iaunisch und der Prinz landete eines Tages in Brasilien, nicht anders als der Entdecker des Landes, der eigentlich nach Indien fahren wollte. Damals war Brasilien ein Kaiserreich, der Herrscher trug einen Hermelinmantel mit einem Kragen aus den Federn von rot-gelben Pfeffervögeln und freute sich über den Prinzen; denn wenn er Adlige um sich haben wollte, mußte er reichen Gutsbesitzern Titel verleihen. Kaiser Pedro hatte eine liebliche Schwester, die, wie wohlerzogene Prinzessinnen, fließend französisch sprach - nichts natürlicher, als daß sie sich mit dem vom Winde verwehten Prinzen vermählte. Ebenso natürlich, daß die Staatskasse leer war - und so erhielt die Braut vierzigmal vierzig Meilen Urwald als Aussteuer, den Wald, in dem die besagten Pfeffervögel pfiffen, unten an der Küste von Santa Catarina. Als das junge Paar nach Paris kam, schlug es grade achtundvierzig - eine sehr schlechte Stunde für Könige. Sie flohen eilig und kamen nach Hamburg. Bevor ein Emigrant von dem leben kann, was er weiß, muß er von dem leben, was er hat, und Prinzens hatten nichts als den Urwald. Da aber die Hamburger Kaufleute vom Bretterhandel klare Vorstellungen hatten, wurden sie mit Joinville bald handelseinig, und dieser verließ das allzu demokratisch gewordene Europa mit einer Handvoll mutiger Pioniere, die bereit waren, die Urwaldbäume zu fällen und zu verarbeiten. Der französische Prinz und die Hamburger Holzfäller gründeten eine Stadt: JOINVILLE, ein deutsches Städtchen in Santa Catarina, das langsam dabei ist, eine südamerikanische Stadt zu werden. Das war der erste Schritt zur Bildung der neuen Sprache. Den zweiten tat der Braunschweiger Apotheker Blumenau, der von dem Abenteuer gehört hatte. Er segelte nach Brasilien, und da dort, wo heute schlechte Straßen sind, vor hundert Jahren noch gar keine waren, fuhr er den Itajaifluß aufwärts, bis er eine malerische Kurve im Hügelland fand. Kühn wie der Prinz landete er mit einer Gruppe entschlossener Siedler und gründete die Stadt, die seinen Namen trägt und die sein Bronzestandbild mit Gehrock und gebügelter Hose heute noch betrachtet. Der dritte, entscheidende Schritt erfolgte wieder in Hamburg: Hier wurde die Hanseatische Kolonialgesellschaft gegründet, die von der brasilianischen Regierung - das Land war bereits zur Republik geworden, aber die Tradition hielt die Staatskasse leer - weite Ländereien zwischen Joinville und Blumenau und andere am Oberlauf des Itajaiflusses kaufte. In dem ersteren Gebiet wurde die Stadt Pommerode gegründet, im letzteren Hammonia. Hierher strömten Leute aus allen Gebieten der deutschen Sprache: Oldenburger und Schwaben, Pommern und Bayern, vor und knapp nach dem ersten Weltkrieg zahlreiche Deutsche aus Wolhynien, der Krim, dem Kaukasus, sogar aus Sibirien. Es kamen Mennoniten; die ihr eigenes "Wittmarsum" gründeten, Zeugen Jehovas und Mitglieder der "Gemeinde Gottes". Es kamen kleine Handwerker und bankrott gegangene Geschäftsleute, meuternde Matrosen aus Kiel und überzeugte Vegetarier aus Lübeck . . . eine bunte Menschengruppe, die das gemeinsam hatte, daß alle anspruchslos waren, entschlossen, unter den einfachsten Bedingungen, ohne Kapital, allein mit Hacke, Säge und Spaten eine friedliche Existenz aufzubauen. Die Siedler in Joinville, die Leute, die mit Handwebstühlen nach Blumenau kamen und die größte Textilindustrie des Landes gründeten, die "Neudeutschen", die mit der Axt in die Pinienwälder zogen . . . sie schufen die brasiliendeutsche Sprache! Sie mußten sie schaffen, denn es gab außer den Geistlichen und einzelnen Apothekern kaum einen, der in der Schule das Hochdeutsche gelernt hätte. Die Hunsrücker verstanden kein Pommersch-Platt. Eine Sprache war notwendiger als das Badezimmer. Gleichzeitig mußte ein Verständigungsinstrument gegenüber den anderen Einwohnern des Landes geschaffen werden: den Italienern und den Portugiesen von den Azoren. Die Italiener hatte ebenso ein Zufall herübergeweht wie den des Segelns unkundigen Königssohn. "Doktor" Blumenau wollte eine reindeutsche Kolonie schaffen und tat alles, um Siedler in den Urwald zu locken. Er schrieb auch an die Landesregierung von Tirol, weil er mit Recht annahm, daß arme Tiroler Bergbauern gerne im ewigen Frühling arbeiten würden. Die Behörden in Innsbruck sagten bereitwilligst zu. Sie hätten gerade die richtigen Siedler! Und sie schickten sofort aus der Gegend von Trient die den Dialekt Venetiens sprechenden Italiener, die sie nur allzu gerne abziehen sahen! Blumenau war baß erstaunt, als die Tiroler mit den Bildern ihres Herrschers, Franz Josephs II., ankamen, aber kein Sterbenswörtchen deutsch verstanden. Er hatte aber keinen Grund, sein Vorgehen zu bereuen, denn die Italiener verstanden sich auf Weinbau und Käsezubereitung und kauften den webenden Sachsen gerne ihre Handtücher und Hemden ab. Die Italiener brachten auch ihr Kegelspiel mit, das nur mit Kugeln, ohne Figuren gespielt wird: boccia . . . und wenn man heute sonntags die jungen Männer fragt, was sie vorhaben, wird die Antwort wahrscheinlich lauten: "Wir gehen botschen." Der kurze Satz zeigt schon, daß das Katharinensische nicht so ohne weiteres verständlich ist. Wenn man aber den jungen Mann im Sonntagsgewand nach seinen weiteren Plänen fragt, erhält man ein weiteres Muster des bunten Sprachengewebes: "Nach dem Botschen gehen wir in die Wende, trinken Cachaça (lies: kaschassa) und essen einen Churrasco (Schurraskoh), und wenn gerade Domingueira (Domingeira) ist, tanzen wir." So ein Satz enthüllt uns schon die Entstehungsgeschichte der Sprache: "Wir gehen in das Geschäft, wir trinken Zuckerrohrschnaps und essen einen Braten, und wenn es eine sonntägliche Tanzunterhaltung gibt, dann tanzen wir" - wollte der junge Deutschbrasilianer sagen und ist auch innig davon überzeugt, es gesagt zu haben: er hat ja gesprochen, wie er es von Maio und Paio, von Mutter und Vater, gelernt hat, und das waren doch Kinder deutscher Eltern! Gewiß, es waren Deutsche, die in ein fremdes Land gekommen waren und im Schwall fremder Leute nach solchen suchten, die ihnen bekannt vorkamen. Venda stand auf portugiesisch über dem Geschäft, das klang wie das deutsche Wort "die Wende"! Das war leicht gelernt, und die kleinen, blonden Jungen, die "in die Wende" gehen und Kaffee und Petroleum kaufen, zweifeln nicht daran, daß sie die Dinge beim richtigen Namen nennen. Zukkerrohrschnaps und den Braten, der den Teller verdeckt und weit über den Rand hinaushängt, kannte der Hunsrücker Bauer drüben nicht: er mußte sich das erst hier zeigen lassen und nahm das portugiesische Wort für den neuen Begriff an. Die Wörter der fremden Sprache anzunehmen, die an deutsche anklingen . . . das war der erste Mechanismus bei der Bildung des Katharinensischen. Der Portugiese bezeichnete so ziemlich jedes Tier - den Sandfloh, die Schlange, den Bandwurm - als bicho (lies: Bischo). Das Wort klingt fast wie "Bischof", war leicht gelernt und angenommen . . . "Bischopulver" klingt ausgezeichnet und ist kürzer als "Insektenpulver". Das Wort für Abhang ist portugiesisch barranca wie "Ranke" - es wurde bald "die Barranke" draus, und mancher alte Kolonist (der Mann, der ein Stück Land von der Kolonialgesellschaft kaufte, nannte es "seine Kolonie", sich selbst den "Kolonisten") erzählt, wie das zu Beginn war: man hatte keine richtigen Öfen, um aus Maismehl und Carafrüchten Brot zu backen, so machte man eine tiefe Öffnung in die Barranke und oben einen Abzug, und wenn man vorher tüchtig Wald geschlagen hatte, so schmeckte so ein Brot schon richtig! Die Sprache spiegelt das Leben und ändert sich mit ihr. Wörter der alten Heimat verlieren ihren Sinn. Wie soll ein Kind in einem Land, in dem es nichts Derartiges gibt, wissen, was "Briefträger" oder "Straßenbahn" heißt? Man geht zum Korbflechter und verlangt einen Papierkorb. "Papierkorb?" lacht er. "Nein, der würde nicht lange halten. Ich mache meine Körbe aus Weidenruten!" Da muß man schon zum Nachbarn gehen und sich das richtige Wort sagen lassen: "Ach, eine kleine Balaie wollen Sie? Die können Sie haben!" Auch wer "in die Wende" geht und für dreißig Millreis "Reißnägel" verlangt, kann es erleben, daß ihm für fünfzehn Millreis Reis, für fünfzehn Millreis Nägel eingepackt werden. Dafür treten die Wörter der neuen Welt, des Kampfes gegen den Urwald, der Arbeit auf dem fruchtbaren, aber gefährlichen Waldboden ein.Wenn die Bäuerin ihrenTag schildert, so klingt es ungefähr so: "Ich habe in der Früh das Vieh versorgt und bin gleich in die Roça (Rossa) capienen. Mein Mann hat den Mato gefoiçt, denn wir wollen viel Aipi pflanzen . . ." Wer das nicht versteht, muß es lernen, daß die Rodung im Wald Roça heißt - ein Wort, das willig angenommen wurde, weil es dem "Roß" so ähnlich ist. "Capienen" ist das wichtigste Zeitwort der südbrasilianischen Sprache: es kommt vom Worte capim, das Gras oder schlechterdings Unkraut heißt und bedeutet: "jäten". Mato ist Gebüsch, Unterholz, Wildnis . . . das Gestrüpp, das so riesige Gebiete bedeckt, daß ein ganzer Staat Brasiliens Mato Grosso heißt. Es kann nur mit einem Instrument gerodet werden, das wie eine Waffe aus der Zeit der Landsknechte anmutet, einer gewichtigen Sichel an schwerem Holzstiel, der mit aller Kraft geschwungen wird, der Foiça. Und er muß geschwungen werden, wenn man Mandioka pflanzen will, die Pflanze, deren schmackhafte Wurzel die Indios entdeckten und Aipi nannten. Aipi nährt Menschen, Schweine, Kühe, Aipi gibt Sago, Tapioca, Kleister, Mehl, Aipi kann vergoren werden, es ist die Lebensgrundlage des deutschen Kolonisten, so wie es drüben in Afrika die ungeheure Vermehrung der Einheimischen und letztlich ihre Befreiung ermöglichte. Der zitierte Satz heißt demnach: "Ich bin auf unser Land jäten gegangen, mein Mann hat das Unterholz weggehackt, denn wir wollen viel Mandioka pflanzen." Nach dieser Einführung wird der Leser nunmehr imstande sein, dem Kolonisten zu folgen, der ein Abenteuer im Walde erzählt: "Es war vor dreißig Jahren - so wahr ich lebe - damals, als wir hier angefangen haben. Wenn man da eine Kuh kaufen wollte, mußte man weit, bis auf das Kampland hinauf. Dort waren die Pinienwälder schon geschlagen, alles war Weideland mit Vieh, oft zweitausend Stück auf einer Fazenda. Zurück mußte man das Vieh treiben, Straßen gab es keine, nur Pikaden durch den Wald, Schneisen. In dem einen Stiefelschacht hatte man das Geld, im anderen den Revolver und zur Sicherheit noch einen im Gürtel. Das war kein Spaß, so wahr ich lebe. Da reite ich nach Weihnachten los, in der größten Hitze, weil die Tage am längsten sind, und bin auf halbem Wege. Immer durch den Mato. Ich habe Durst, und - verflucht! - meine Flasche ist leer. Dort, wo man Glück hat, wenn man alle zwei Stunden eine Hütte sieht! Nun, ich habe Glück, da steht eine. So ein Rancho, wo Kabokler wohnen. Wissen Sie, was die sagen? ´Wenn die Arbeit was Gutes wäre, hätten sie die Reichen für sich vorbehalten.´ (Rancho ist ein kleiner Schuppen. Caboclo bezeichnete früher die Mischlinge aus Indios und Negern. Da die besitzlose Landbevölkerung im Landinnern außer Portugiesen, Spaniern, Polen und Arabern oft Afrikaner unter die Ahnen zählt, wurde dieses Wort die Bezeichnung für den Eingeborenen im allgemeinen, wenn ihn der Kolonist nicht lieber "Rappelschwanz", "Barrankenhucker" oder, wenn er ein wenig dunkler ist, einen "Blauen" nennt.) ´Eh´, rufe ich, ´a-eh, wollen Sie mir einen Gefallen tun? A-eh! Ich will einen Schluck Wasser!´ - und dann warte ich wieder. ´Warte nur´, ruft jemand. Eine Alte mit heiserer Stimme. ´Der Chico (Schiko) bringt dir Wasser!´ Und tatsächlich! Aus dem Rancho kommt ein Makake mit einer Kuje. ("Macaco" nennen die Portugiesen alle Affen der Welt, und die Kolonisten, die zu Hause im Schwarzwald keine gesehen hatten, glauben gerne, daß Makake oder Miko das beste Wort für die sympathischen Tierchen ist. Eine Cuja ist ein Kürbis, den der liebe Gott schon in Gestalt italienischer Weinflaschen wachsen läßt. Die trockene, harte Schale dieser Kürbisart gibt Teller für Reis und Bohnen, Becher für Matetee, und der ganze Hausrat rankt im Frühjahr am ersten besten Baum neben dem Haus empor.) Kommt der Affe schön langsam und bringt das Wasser. Ich sage: ´Danke, excellenzia, ich danke, verehrter Herr´ und trinke. Man bekommt nicht überall so ein klares, reines Brunnenwasser. Und dann denke ich: Ob nicht die Leute einen Happen zum Essen haben? Vielleicht haben sie auch schwarze Bohnen für gutes Geld. Ich rufe also wieder: ´A-eh! Habt ihr was zu essen? Ich zahle!´ Die Alte mit der krächzenden Stimme ruft: ´Nein! Ich kann dir nichts geben!´ Ich frage: ´Nichts?´ Die Alte: ´Ist niemand zu Haus!´ ´Donnerwetter´, sage ich, ´die Dumme! Fällt ihr keine bessere Ausrede ein?´ Ich rufe: ´Ich will zahlen! Kann auch ein Stück Scharke sein!´ Charque ist trockenes, salziges Dörrfleisch. ´Ist niemand zu Hause!´ ruft sie wieder. Jetzt wird's mir zu bunt. Ich springe ab, laufe zum Rancho - der Affe ganz aufgeregt neben mir her -, sage ´Licentia - ist's erlaubt -´, schaue zur Luke hinein, und - so wahr ich lebe! - es war kein Mensch zu Hause! Der kleine grüne Papagei hatte alles gesagt!" So ungefähr lauten die kleinen Geschichten aus dem Wald, die auf "katharinensisch" weitergesagt werden. Von den Scherzen und Fabeln bis zur aufgeschriebenen Erzählung, von den ersten Erzählungen bis zur Literatur ist es weit. Ob der Weg noch beschritten werden kann? Eine Minderheit in einem Meere von sechzig Millionen Seelen kann nicht für alle Zeiten eine eigene Sprache wahren. Dichte Wälder und schlechte Straßen schützen noch die junge, kaum hundertjährige Sprache . . . und wir wollen hoffen, daß sie nicht allzu bald verstummen wird!
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