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VERZEIHE MIR MEIN
KIND . . .
Verzeihe mir mein
Kind, dass ich Dich rief,
Verzeihe meiner Frau, die Dich geboren!
Ich weiss es : weckt man den, der selig schlief,
Dann zürnt er lange noch und traumverloren
- Ich weiss es nicht,
ob Pflanzen je verzeihn,
Wenn man sie gierig in die Erde sät,
Und müsst ich jedes Jahr ein Sämann sein
So spräch ich jedes Jahr ein Bussgebet
- Ich weiss auch:
Grünes leidet lang nicht so
In Fesseln und in Todesangst, wie wir,
Mohn und Reseden blühen leicht und froh
Aber die Menschen sind ein Tränentier -
Verzeihe ihr - verzeih
mir was ich tat,
Du wirst vergeben, wenn Du uns verstehst,
Wenn wir schon schlafen, wie die Frühlingssaat
Und wenn Du eines Abends selber säst.
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