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EX PONTO
Ich zünde vergeblich
die lichtesten Lichter,
Ich singe vergeblich das herrlichste Lied,
Es ist der erlbärmlichste skythische Dichter
Mächtiger als der gekrönte Ovid -
Ich stehe am Rand
des euxenischen Meeres
So starr wie Platanen im Herbst, ohne Laub,
Es fiel auf die Schmetterlingsflügel mir Schweres,
Ich hebe sie nicht ohne leuchtenden Staub -
Ich wollte, die Distychen
wären ein gleiches,
Sie hätten den gleichen bezwingenden Klang,
Wie schwere Denare des römischen Reiches
Die überall gelten im goldenen Rang -
Doch fern den Penaten
und ferne dem Tiber
Verblassen die Worte des Leids und des Achs,
Verglühen die Rhythmen in Taubheit und Fieber
Und Griffel erstarren im gütigen Wachs -
Nur unsagbar selten,
nach langen und leeren
Aeonen ziehn langsam am Südhorizont
Des grossen Imperii strenge Galeeren
Vorüber an Tomi und gen Hellespont -
Da wollt ich, ich
schriebe mit purpurnen Lettern
Auf Ruder und Maste mein einsames Lied,
So trüg es auf schwellenden Segeln und Brettern
Das selige Schiff, das nach Ostia flieht -
Da stünd ich in dieser
Barbaren Kohorte
Und spräche kein Wort mehr und wäre nicht stumm,
Es glänzten die auferstandenen Worte
Im Licht vor der Küste von Latium.
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